20. Juli bis 25. August: „in situ“, Andrea Eitel und Uli Gsell

Galerie im Torhaus: In der Sommerausstellung in der Galerie im Torhaus in Leutkirch präsentieren die beiden Stuttgarter Künstler Andrea Eitel und Uli Gsell ihre Werke.Von jeher gestalteten Menschen die Natur, schlugen Höhlungen in den Felsen, bauten urbane Siedlungen und waren schöpferisch tätig.

Andrea Eitel greift mit ihrer (fotorealistischen) Malerei das Thema „Ästhetik des Technischen und des Alltäglichen“ auf. So entwickeln die Dinge des Alltags auf der Leinwand ein eigenes Leben, werden aus dem trivialen Alltäglichen auf eine übergeordnete neue Ebene gehoben. Der Bildhauer Uli Gsell behaut rohe Steine zu Skulpturen, mit Einbuchtungen, Einkerbungen, die im Spiel von Licht und Schatten mit Treppen, Kammern und Durchblicken an archaische Behausungen erinnern. Natürliche Ausdrucksform und künstlerischer Eingriff, unbehandeltes Material und bearbeitete Fläche stehen sich gegenüber. www.leutkirch.de

Eröffnung: Samstag, 20. Juli 2019, 18.00 Uhr
Laudatio: Clemens Ottnad

Öffnungszeiten:
Freitag bis Sonntag 14.00-17.00 Uhr

Bis 29. September: Friedensreich Hundertwasser – Traumfänger einer schöneren Welt

Kunstmuseum Lindau: Das Museum zeigt originale Gemälde, Grafiken, Architekturentwürfe und einen kostbaren Knüpfteppich des österreichischen Universalkünstlers, dessen Werke so schillernd sind, wie sein Name selbst.

Er erhielt weltweit Anerkennung für seine Kunst und seinen Einsatz für eine schönere Welt, für ein Leben in Harmonie mit der Natur und der individuellen künstlerischen Entfaltung. Die Werke sind farbenfroh, facettenreich und zeugen von der tiefreichenden Kreativität einer vielseitigen Künstlerpersönlichkeit. Er agierte nicht nur als Maler sondern auch als experimentierfreudiger Grafiker, selbsternannter Architekturdoktor und Umweltaktivist. Seine Werke entstanden als Ernte seiner Träume. Sein Einfallsreichtum und sein ökologisches Vordenken kamen auch in seinen Architekturprojekten zur Geltung, die stets auf eine natur- und menschengerechtere organische Bauweise abzielten. Er hinterlässt uns ein vielschichtiges Werk, in dem er oftmals gesellschaftskritische Positionen bezog. Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Kunstmuseum am Inselbahnhof
Maximilianstr. 52
www.kultur-lindau.de

13. Juli bis 6. Oktober: Thomas Schütte

Kunsthaus Bregenz: Plump und schwerfällig hockt es auf dem Asphalt. Die Skulptur Drittes Tier (2017) des Bildhauers Thomas Schütte ist ein Untier mit dem Kopf eines Pferdes, der Nase eines Tapirs, Flossen und Schwanz einer Robbe. Aus seinen Nüstern schnaubt es Wasserdampf.


Inspiriert wurde Schütte von kleinen Tonfiguren, die der Künstler für seine Kinder angefertigt hat. Dieses groteske Wesen, platziert auf dem Karl-Tizian-Platz vor dem Kunsthaus Bregenz, ist eine von drei kolossalen Skulpturen, die im öffentlichen Raum anlässlich seiner Sommerausstellung im KUB in Bregenz aufgestellt sind. Thomas Schütte ist der bedeutendste Bildhauer Deutschlands und einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart. Als Bildhauer arbeitet er figurativ, als Modellbauer abstrakt. Stets arbeitet Schütte ausgehend von kleinen handgefertigten Modellen ins Große. Auch die Plastiken sind Vergrößerungen handgroßer Entwürfe. Seine Statuen stehen in der Tradition der öffentlichen Skulptur. Im Kunsthaus Bregenz zeigt Schütte eine Auswahl seiner architektonischen Modelle. Die gestapelten Zylinder, Tonnengewölbe oder geschlossenen Kuben erinnern an Entwürfe der französischen Revolutionsarchitektur oder an modernistische Pavillons. www.kunsthaus-bregenz.at

Bis 6. Oktober: Salvador Dalí. Leben und Werk

Städtische Galerie Überlingen: Salvador Dalí zählt zu den populärsten und zugleich rätselhaftesten Künstler- persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung in Überlingen ist die erste große Dalí-Ausstellung in Süddeutschland seit fast 30 Jahren, die sich systematisch der Biogra e und dem Werk von Dalí widmet.


Rund 400 Bilder, Skulpturen, Fotografien, Grafiken, Objekte, Kunstgewerbe, Kleidung und Dokumente werfen einen neuen Blick auf das künstlerische Schaf- fen und den Lebenskünstler Dalí, der sich selbst seinem Publikum stets als Kunst- figur und Performance-Künstler avant la lettre präsentierte.
Leben und Werk von Dalí reflektieren auch die wechselvolle Geschichte Eu- ropas im 20. Jahrhundert. Dalís politische Einstellung und seine Hinwendung zum Surrealismus, mit dem er sich seit 1926/27 in Paris beschäftigte, sind Folgen des Ersten Weltkriegs. Der Spanische Bürgerkrieg versagte ihm 1936, sein Heimatland wieder zu betreten. 1940 floh er vor Nazi-Deutschland aus Frankreich in die USA. Von dort kehrte er 1948 in das von Franco diktatorisch
regierte Spanien zurück. Gezeichnet von den blutigen Erfahrungen der Kriege, bei denen enge Freunde das Leben lassen mussten, fand er zum katholischen Glauben zurück.
Wer war Dalí wirklich? Was kennzeichnet seine psychische Charakterstruktur? Welche sinnbildliche Botschaft verbirgt sich hinter seinem Bart? Und wie konnte Dalí die russische Diva Gala, die von vielen Männern umschwärmt wurde, trotz seiner ständigen hysterischen Lachanfälle erobern? Fragen, auf die es in der Ausstellung Antworten und Erklärungsversuche gibt.
Dalí-Museen existieren nicht nur in der katalanischen Heimat des exzentrischen Künstlers, sondern auch in Berlin, Paris, Venedig (bis 2013), St. Petersburg und Florida. Mit dieser Ausstellung erhält nun auch Überlingen acht Monate lang ein „Dalí-Museum auf Zeit“.
Städtische Galerie Überlingen · Landungsplatz / Seepromenade 2 Kasse Telefon: 07551 991074 · www.staedtischegalerie.de

bis 3. November: Game of Drones

Zeppelin Museum Friedrichshafen
Im Sommer 2019 verschmelzen im Zeppelin Museum Technik und Kunst zur transdisziplinären Ausstellung "Game of Drones.

Von unbemannten Flugobjekten“.
Die Drohne ist eine Technologie mit ambivalenter Nutzung. In Kombination mit Künstlicher Intelligenz gelten sie als die wichtigste Kriegstechnologie seit der Erfindung der Atombombe. Doch Drohnen sind als Spielzeug auch im Massenmarkt angekommen. Als erstes Museum in Deutschland beschäftigt sich das Zeppelin Museum transdisziplinär mit dem Thema Drohne. Elf international renommierte Künstler*innen werfen dabei ethische Fragen auf, die besonders vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und militärischer Interessen reflektiert werden müssen. In acht unterschiedliche Bereiche gegliedert, werden die Themenschwerpunkte Animismus, Protest, feministische Aneignungen, Überwachung/ Gegen-überwachung, Krieg, Künstliche Intelligenz, die museumseigene Drohne „Claire“ und Drone Shadow im Außenbereich. Die Exponate reichen von Drachen, über Multicopter für zivile und militärische Anwendungen, bis hin zu Zieldarstellungs-, Kampf- und Aufklärungsdrohnen. Deutlich wird, dass unser Alltag immer stärker von automatisierten Maschinen bestimmt und von unbemannten Fluggeräten erfasst wird.
www.zeppelin-museum.de