4. bis 28. Juli: „Herzensangelegenheit“ Ausstellung

Kornhaus, Stadtbücherei in Wangen: Unter diesem Titel zeigt der Künstler Ibrahim Ayne seine Werke. In seinem romantisch gelegenen Atelier am Schloss in Wolfegg, kann er manche Stimmung einfangen und wirkungsvoll zu Papier bringen.

Bei seinen vielseitigen Werken liegt augenblicklich der Schwerpunkt auf dem Thema „Herzensangelegenheit“. Die rätselhaft mystische Darstellung seiner Bilder ist geeignet, um in den Besuchern den Wunsch zu erwecken, über das Dargestellte nachzudenken und mit ihrer eigenen Wirklichkeit zu verbinden.
Seine optimistischen Gestaltungen auf nahezu fast allen Untergründen, ob mit der Sprühdose oder in Airbrushtechnik, verschönern Orte und Fassaden.
Zu sehen sind die Arbeiten Di. und Do. von 11.00 bis 18.30 Uhr, Mi. und Fr. von 9.00 bis 18.30 Uhr und Sa. von 9.00 bis 22.00 Uhr.

Schulmuseum Friedrichshafen - Zeit, mal wieder zu staunen!

Es ist schon faszinierend, wie anders der Schulalltag früher war. In Klassenzimmern von 1850, 1900 und 1930 und anhand von zahllosen Exponaten können große und kleine Besucher die Geschichte der Schule hautnah erleben.

Neue Sonderausstellung - WIE KOMMT DIE WELT INS KINDERZIMMER?

Bücher, Baukästen und Bildschirme: Wo haben wir wirklich gelernt? Was genau ist nützliches Wissen? Und wie geben wir dies an unsere Kinder weiter? Diesen Fragen geht die neue Ausstellung im Schulmuseum nach – eine Reise durch die Welt der Spielzeuge und Bilderbücher, Baukästen und Computerspiele. Mit dem Blick in die Zukunft stellt sich das Schulmuseum auch den aktuellen kritischen Fragen und lädt im Rahmenprogram zu Diskurs und Mitgestaltung ein.

11. Juni bis 9. August: Gert Wiedmaier, “Neue Aussichten”

Sparkassengalerie Ravensburg: Der Künstler zeigt „Gedanken zu einem Werkzyklus: NEUE AUSSICHTEN“ (Projektionen auf Wachs-Annäherung an die Stadt Ravensburg).

Bewusst sich der technischen Klarheit, Präzision und der immer noch schärferen Bilderwelt entgegenstellen, die Motive im Unbestimmten untergehen lassen. Indem sich die Projektionen auf eine Wachstafel auf einem schmalen Grat zwischen Wiedererkennen und Verfremdung bewegen, eröffnen sie einen neuen Blick auf Altbekanntes.
Durch den Entstehungsprozess der Fotografie, in Form von Transformation entsteht eine Distanz zum Motiv. Einerseits erzeugt der Einsatz der Unschärfe, durch das projizierte, normal scharfe Dia auf eine Wachstafel, eine vermeintliche romantische Gegenposition zur hyperscharfen Abbildungswelt, die sich unter anderem in perfekten Bauten aber auch im Wahn der Schönheitsoperation ohne medizinische Indikation immer deutlicher zeigt.
Anderseits schafft Unschärfe einen Freiraum für Uneindeutigkeit und individuelle Interpretierbarkeit.

4. Mai bis 3. Februar: Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand

Zeppelin Museum: Ist das Raubkunst? Seit Jahren stellen sich Museen diese brisante Frage mit Blick auf ihre Sammlungen und tauchen oft zum ersten Mal tiefer in die eigene Geschichte ein. Auch das Zeppelin Museum arbeitet seit 2016 in detektivischer Forschungsarbeit die bewegten Geschichten der Kunstwerke seiner Sammlung auf:

Woher kommen die gotischen Skulpturen, die barocken Malereien und Meisterwerke der Klassischen Moderne? Die Sonderausstellung macht Schicksale von Sammlern sichtbar, von geraubten oder verlagerten Kunstwerken und Hetzaktionen der Nationalsozialisten gegen die Moderne Kunst. Kritisch blickt sie aber auch auf Friedrichshafen und den Bodensee als Rückzugsort ehemaliger NS-Größen und ausgeklügelter Händlernetzwerke zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich.

26. August: August Macke - Flaneur im Garten der Kunst

Auch in diesem Frühjahr öffnete das Lindauer Stadtmuseum im „Cavazzen“ wieder seine Pforten für eine Sonderausstellung zur klassischen Moderne. Mit „August Macke“ wird der wohl beliebteste deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts präsentiert.

August Macke – Ein wegweisender Expressionist trotz kurzer Schaffenszeit
August Macke (1887 – 1914) fertigte in einer kurzen Schaffenszeit bahnbrechende Kunstwerke der Klassischen Moderne, bevor er mit nur 27 Jahren im Ersten Weltkrieg an der französischen Front fiel. Mit leuchtenden Farben malte der in Köln und Bonn aufgewachsene Künstler zeitlose und heiter wirkende Kompositionen, die zu den Meisterstücken des Expressionismus zählen. Macke galt die Kunst als Mittel, die Schönheit der sichtbaren Welt zu feiern und seiner „Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies“ Ausdruck zu verleihen. Hinzu kommt, dass Macke eine besondere Lebensfreude attestiert wird, und auch er selbst bezeichnete seine Arbeit als ein „Durchfreuen der Natur“. Neben der künstlerischen Arbeit engagierte Macke sich kulturpolitisch und warb für die avantgardistische Kunst seiner Zeit, indem er mehrere wegbereitende Ausstellungen organisierte, darunter 1913 in Bonn die berühmte Schau „Rheinischer Expressionismus“.