Vorarlberg startet Tagfalter-Monitoring

Wie geht es den Schmetterlingen in Vorarlberg? In Vorarlberg gibt es mit 157 verschiedenen Tagfalterarten fast so viele wie in ganz Deutschland. Über deren Verbreitung ist allerdings erstaunlich wenig bekannt. Da sich Tagfalter ausgezeichnet zum Biodiversitäts-Monitoring eignen, werden Forschende der Universität Innsbruck nun gemeinsam mit Freiwilligen aus ganz Vorarlberg systematisch die Vielfalt der Schmetterlinge beobachten.

Die Initiative wird unter der wissenschaftlichen Leitung des Instituts für Ökologie der Universität Innsbruck von der inatura, den Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen, der Stiftung Blühendes Österreich und der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz des Landes Vorarlbergs getragen.
Zitronenfalter, Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge: Wer freut sich nicht über den Anblick eines bunten Schmetterlings? In Vorarlberg gibt es mit 157 verschiedenen Tagfalterarten ungefähr gleich viele wie in ganz Deutschland. Über deren Verbreitung und Bestandsentwicklung ist allerdings erstaunlich wenig bekannt. Einer gemeinsamen Kraftanstrengung des Instituts für Ökologie der Universität Innsbruck sowie der inatura und der Unterstützung durch die Abteilung Umwelt- und Klimaschutz des Landes Vorarlbergs sowie der Stiftung Blühendes Österreich ist es zu verdanken, dass sich das nun ändern wird. „Nach den positiven Erfahrungen mit dem bereits 2018 in Tirol gestarteten Tagfalter-Monitoring freut es uns sehr, nun auch in Vorarlberg mit einem Tagfalter-Monitoring zu beginnen“, zeigt sich der für das Projekt verantwortliche Ökologe Johannes Rüdisser sehr erfreut.
In einem Zeitraum von vier Jahren werden 100 gezielt ausgewählte Standorte in ganz Vorarlberg nach der Viel-Falter-Methode untersucht. Nach fünf Jahren beginnt der Zyklus von vorne und die Standorte werden erneut untersucht. So lassen sich auch langfristige Veränderungen feststellen. Die Tagfalter sind ein wichtiger Teil der heimischen Artenvielfalt und eignen sich aus verschiedensten Gründen sehr gut als Indikatoren zum Monitoring biodiversitätsrelevanter Veränderungen in der Kulturlandschaft – insbesondere auch im Kontext eines fortschreitenden Klimawandels. „Der Schutz der heimischen Biodiversität ist uns ein großes Anliegen. Biodiversitäts-Monitoring schafft die Basis für eine auf Daten und wissenschaftlichen Grundlagen basierenden Politik“, betont der für die Agenden Umwelt- und Naturschutz zuständige Landesrat Johannes Rauch.
Schmetterlinge reagieren schnell und sensibel sowohl auf Veränderungen des lokalen Lebensraums als auch auf überregionale Umweltveränderungen. Sie stehen stellvertretend für die größte und ökologisch überaus wichtige Tiergruppe der Insekten und eignen sich aufgrund ihres positiven Images gut als sogenannte „Flagship-Art“ zur Kommunikation von Naturschutzzielen. „Aus diesem Grund wird im Rahmen des Tagfalter-Monitorings neben den wissenschaftlichen Schmetterlingsbeobachtungen auch großen Wert auf Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Durch jährliche Schulungs- und Fortbildungsangebote können die Freiwilligen sowie andere Interessierte ihr Wissen und ihre Artenkenntnis verbessern“, erläutert Ruth Swoboda, Naturwissenschaftliche Direktorin der inatura. Für Schulklassen werden Workshops angeboten und auf Wunsch auch eigene Schulprojekte unterstützt.
Wir unterstützen das Tagfalter-Monitoring in Tirol und Vorarlberg, weil wir in dieser Initiative ein internationales Vorzeigeprojekt sehen. Durch unsere Unterstützung sichern wir in beiden Bundesländern mehrjährige dringende Arbeiten. Ich hoffe, dass das Projekt demnächst auf andere Bundesländer ausgeweitet wird. “, freut sich Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich.

Bis 13. April: Bunny Rogers Die Ausstellungen 2020

Kunsthaus Bregenz: Mit Bunny Rogers beginnt eine US-amerikanische Künstlerin die Serie der KUB Ausstellungen 2020. Rogers ist die bisher jüngste Künstlerin, die im Kunsthaus Bregenz ausstellt.

Rogers schafft Räume in düste- rem Ambiente. Oft sind sie von schwermütiger Stimmung und dunkler Musik geprägt. In Bregenz legt die Künstlerin einen makellosen Rasen, gießt Blumen in Beton, häuft Kränze, Erde und Müll auf. Die Dinge stammen aus amerikanischen Begräbnisriten, den Memorial Services, wie sie vor allem aus Filmen bekannt sind. Zugleich bezieht sich Rogers auf Amokläufe in Schulen, insbesondere auf das so genannte Columbine Massaker 1999. Stets ist Rogers, die auch Gedichte verfasst und vorträgt, in diese Trauerszenen eingewoben. Ihre Kunst sucht Nachdenklichkeit jenseits von individuellem Glück. So legt sie Wunden frei, zeigt die eigene Verletzlichkeit und die Auswirkungen falscher Politik. 
Mit Bunny Rogers, Peter Fischli, Anri Sala und Dora Budor zeigt das KUB 2020 großartige und unterschiedliche Künstler/innen. Neben den Herausforderungen der Architektur stellen sie sich den Fragen nach dem Lauf der Dinge in unserer digitalen Welt ebenso wie jenen nach dem individuellen Glück.

bis 19. April: Wege in die Abstraktion

Zeppelin Museum Friedrichshafen: Mit über 50 Werken widmet das Zeppelin Museum der Fotografin Marta Hoepffner (1912-2000) erstmals eine große Ausstellung.


Gezeigt werden frühe s-w fotografische Experimente, Porträts und farbfotografischen Studien. Die konsequente Aneignung fotografischer Mittel machen sie zu einer Pionierin der experimentellen Fotografie. Gegenübergestellt werden ihre Arbeiten den Gemälden von Willi Baumeister (1889-1955), dessen Schülerin Hoepffner ab 1929 war. Die Impulse, die sie von Baumeister erhält, sind prägend für ihre künstlerische Entwicklung. Obwohl die beiden KünstlerInnen auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie der Weg in die Abstraktion und die Ablösung vom Gegenständlichen.
Die Ausstellung folgt der Konzeption des assoziativen Sehens, sie spürt nach, wie sich Formen und Motive im Werk der KünstlerInnen entwickelt haben. www.zeppelin-museum.de

bis 19. April: Wege in die Abstraktion

Zeppelin Museum Friedrichshafen: Mit über 50 Werken widmet das Zeppelin Museum der Fotografin Marta Hoepffner (1912-2000) erstmals eine große Ausstellung. 

Gezeigt werden frühe s-w fotografische Experimente, Porträts und farbfotografischen Studien. Die konsequente Aneignung fotografischer Mittel machen sie zu einer Pionierin der experimentellen Fotografie. Gegenübergestellt werden ihre Arbeiten den Gemälden von Willi Baumeister (1889-1955), dessen Schülerin Hoepffner ab 1929 war. Die Impulse, die sie von Baumeister erhält, sind prägend für ihre künstlerische Entwicklung. Obwohl die beiden KünstlerInnen auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie der Weg in die Abstraktion und die Ablösung vom Gegenständlichen.

Die Ausstellung folgt der Konzeption des assoziativen Sehens, sie spürt nach, wie sich Formen und Motive im Werk der KünstlerInnen entwickelt haben. www.zeppelin-museum.de

20. April: Sonderausstellung Klötzlewelten

Dornier Museum Friedrichshafen: Eckig, klein und bunt – das sind die Steine, aus denen ganze Welten entstehen können. Die Faszination für die Kunststoffbauteile ist seit ihrer Erfindung vor 70 Jahren ungebrochen und die Leidenschaft, mit den Steinchen eigene Welten zu formen, verbindet Generationen. Längst ist es keine Seltenheit mehr, dass Erwachsene sich einen kleinen Traum erfüllen und ein neues Bauset im Spielwarenhandel erwerben – für sich selbst, versteht sich.

Besucher entdecken beeindruckende Bauwerke und Fahrzeuge aus der Welt der Luft- und Raumfahrt und bestaunen die Baukunst der Klötzlebauer. Dass Mitmachen und Ausprobieren hier ausdrücklich erlaubt ist, versteht sich im größten Technikmuseum am Bodensee von selbst. Vom Kleinkind bis zum Großvater kann jeder nach Herzenslust konstruieren. In einem bunten Begleitprogramm können Kinder, Jugendliche und Erwachsene Kniffe und Tricks von echten Lego-Profis erlernen. Da Lego und das Star Wars-Imperium eng verbunden sind, können sich auch Star Wars-Fans auf einige Besonderheiten freuen.
Eine LEGO-Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Luft und Raumfahrt“ – da waren auch die Klötzlebauer aus Ulm begeistert. Und so haben sie in den letzten Monaten viele neue Modelle erdacht und gebaut. Neben vielen Flugzeug-Modellen, Flughäfen, einem riesigen Space-Shuttle und einer Mars-Landschaft zeigen sie auch ältere Modelle aus dem LEGO Sortiment zum Thema Raumfahrt. „Selbst die Mädchen aus der LEGO „Friends“-Serie werden sich in die Lüfte erheben. Und auf Knopfdruck werden sich einige Modelle auch bewegen“, verspricht Volker Beker von den Klötzlebauern.
Dass man mit den LEGO-Steinen nicht nur spielen kann, beweisen die Klötzlebauer ebenfalls. Neben teilweise 60 Jahre alten Original-Modellen zeigen sie viele Eigenkreationen, die in oft tagelanger Tüftelarbeit entstanden sind.

Begleitprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Mitmachen, Spaß und selbst ausprobieren stehen beim bunten Begleitprogramm der Ausstellung an vorderster Stelle. Neben einem Spielbereich für Kinder und einer großen LEGO-Ecke mit tausenden Bausteinen, an denen Besucher eigene Modelle bauen können, werden auch Mitmachangebote und Workshops angeboten. Die Klötzlebauer bieten an zwei Wochenenden Workshops für Kinder ab 6 Jahren an, bei diesen unter Anleitung tolle Modelle entstehen. Sonntags ab 14 Uhr verwandelt sich das Do.labor in ein Kino. Hier werden die beliebten LEGO-Animationsfilme gezeigt.
Die Sonderausstellung ist während den Öffnungszeiten des Dornier Museums (Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr) zu besichtigen.
www.dorniermuseum.de