Dezember bis 1 März: 25 Jahre Krippenkunst

Kloster Bad Schussenried: In der diesjährigen Krippenausstellung im Kloster Schussenried werden Krippen aus unterschiedlichen Jahrhunderten; von der wertvollen Kostbarkeit bis zur liebevoll, naiv gestalteten Darstellung gezeigt. Zu sehen sind kunstvolle Miniaturkrippen, große Weihnachtsberge mit mechanisch bewegten Figuren sowie eine Vielzahl von Haus- und Kirchenkrippen.

Weihnachtskrippen aus Oberschwaben, aus der Gegend um Biberach, stellen eine Besonderheit dar. Sie ist nun schon eine liebgewordene Tradition, die große Krippenausstellung in den Räumen des Klosters Schussenried. Und wie jedes Jahr wird auch dieses Mal ein besonderes Thema in den Mittelpunkt der Ausstellung gestellt. „Geliebtes Jesulein“ ist der Titel der diesjährigen Sonderausstellung. Es geht um Brauchtum, Liebe und Verehrung. Die Geschichte der Jesuleinverehrung ist eine Geschichte der Vielfalt religiöser Vorstellungswelten und Formen frommer Erbauung. Zu sehen sind Christkinder aus verschiedenen Epochen.

Gezeigt wird das neugeborene Kind in der Krippe. Die Vielzahl der unterschiedlichen Wickelkinder oder die prächtig gekleideten Christusknaben berichten von der Liebe zum kleinen Jesulein. Unbekleidete Jesukinder in segnender Haltung verweisen auf die Göttlichkeit des Heiligen Kindes. Manche Jesulein wurden auf Grund von wunderbaren, unfassbaren Ereignissen zu viel verehrten Gnadenbildern. Wallfahrten zu den wundertätigen Kindern waren nicht nur im Barock sehr beliebt.
www.krippen-im-neuen-kloster.de

9. November bis 28. März: Ins Licht gerückt! - Künstlerinnen im 20. Jahrhundert in Oberschwaben

Museum Biberach: Diese Würdigung ist längst überfällig. Mit der Ausstellung macht das Museum Biberach den besonderen Beitrag von Künstlerinnen zum Kunstgeschehen im 20. Jahrhundert sichtbar.

Präsentiert werden Werke von 45 Künstlerinnen, die stellvertretend für viele weitere in der Region stehen. Sie umfassen die Jahrgänge 1859-1965. Zu sehen sind nicht nur Arbeiten von Malerinnen und Bildhauerinnen, sondern auch Werke einer Weberin, Keramikerin, Puppenmacherin, Glaskünstlerin und Fotografin. Da weibliche Kreativität häufig auf das Gebiet des Kunsthandwerks und des Kunstunterrichts abgedrängt wurde, wird der angewandte Bereich bewusst mit einbezogen. Auf diese Weise vermittelt die Ausstellung eine Vorstellung von der Breite und Vielfalt des künstlerischen Schaffens in Oberschwaben. www.museum-biberach.de

bis 19. April: Wege in die Abstraktion

Zeppelin Museum Friedrichshafen: Mit über 50 Werken widmet das Zeppelin Museum der Fotografin Marta Hoepffner (1912-2000) erstmals eine große Ausstellung. 

Gezeigt werden frühe s-w fotografische Experimente, Porträts und farbfotografischen Studien. Die konsequente Aneignung fotografischer Mittel machen sie zu einer Pionierin der experimentellen Fotografie. Gegenübergestellt werden ihre Arbeiten den Gemälden von Willi Baumeister (1889-1955), dessen Schülerin Hoepffner ab 1929 war. Die Impulse, die sie von Baumeister erhält, sind prägend für ihre künstlerische Entwicklung. Obwohl die beiden KünstlerInnen auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie der Weg in die Abstraktion und die Ablösung vom Gegenständlichen.

Die Ausstellung folgt der Konzeption des assoziativen Sehens, sie spürt nach, wie sich Formen und Motive im Werk der KünstlerInnen entwickelt haben. www.zeppelin-museum.de

Bunny Rogers Die Ausstellungen 2020

Kunsthaus Bregenz: Mit Bunny Rogers (18. Januar bis 13. April) beginnt eine US-amerikanische Künstlerin die Serie der KUB Ausstellungen 2020. Rogers ist die bisher jüngste Künstlerin, die im Kunsthaus Bregenz ausstellt.

Rogers schafft Räume in düste- rem Ambiente. Oft sind sie von schwermütiger Stimmung und dunkler Musik geprägt. In Bregenz legt die Künstlerin einen makellosen Rasen, gießt Blumen in Beton, häuft Kränze, Erde und Müll auf. Die Dinge stammen aus amerikanischen Begräbnisriten, den Memorial Services, wie sie vor allem aus Filmen bekannt sind. Zugleich bezieht sich Rogers auf Amokläufe in Schulen, insbesondere auf das so genannte Columbine Massaker 1999. Stets ist Rogers, die auch Gedichte verfasst und vorträgt, in diese Trauerszenen eingewoben. Ihre Kunst sucht Nachdenklichkeit jenseits von individuellem Glück. So legt sie Wunden frei, zeigt die eigene Verletzlichkeit und die Auswirkungen falscher Politik. 
Mit Bunny Rogers, Peter Fischli, Anri Sala und Dora Budor zeigt das KUB 2020 großartige und unterschiedliche Künstler/innen. Neben den Herausforderungen der Architektur stellen sie sich den Fragen nach dem Lauf der Dinge in unserer digitalen Welt ebenso wie jenen nach dem individuellen Glück.

20. April: Sonderausstellung Klötzlewelten

Dornier Museum Friedrichshafen: Eckig, klein und bunt – das sind die Steine, aus denen ganze Welten entstehen können. Die Faszination für die Kunststoffbauteile ist seit ihrer Erfindung vor 70 Jahren ungebrochen und die Leidenschaft, mit den Steinchen eigene Welten zu formen, verbindet Generationen. Längst ist es keine Seltenheit mehr, dass Erwachsene sich einen kleinen Traum erfüllen und ein neues Bauset im Spielwarenhandel erwerben – für sich selbst, versteht sich.

Besucher entdecken beeindruckende Bauwerke und Fahrzeuge aus der Welt der Luft- und Raumfahrt und bestaunen die Baukunst der Klötzlebauer. Dass Mitmachen und Ausprobieren hier ausdrücklich erlaubt ist, versteht sich im größten Technikmuseum am Bodensee von selbst. Vom Kleinkind bis zum Großvater kann jeder nach Herzenslust konstruieren. In einem bunten Begleitprogramm können Kinder, Jugendliche und Erwachsene Kniffe und Tricks von echten Lego-Profis erlernen. Da Lego und das Star Wars-Imperium eng verbunden sind, können sich auch Star Wars-Fans auf einige Besonderheiten freuen.
Eine LEGO-Ausstellung mit dem Schwerpunkt „Luft und Raumfahrt“ – da waren auch die Klötzlebauer aus Ulm begeistert. Und so haben sie in den letzten Monaten viele neue Modelle erdacht und gebaut. Neben vielen Flugzeug-Modellen, Flughäfen, einem riesigen Space-Shuttle und einer Mars-Landschaft zeigen sie auch ältere Modelle aus dem LEGO Sortiment zum Thema Raumfahrt. „Selbst die Mädchen aus der LEGO „Friends“-Serie werden sich in die Lüfte erheben. Und auf Knopfdruck werden sich einige Modelle auch bewegen“, verspricht Volker Beker von den Klötzlebauern.
Dass man mit den LEGO-Steinen nicht nur spielen kann, beweisen die Klötzlebauer ebenfalls. Neben teilweise 60 Jahre alten Original-Modellen zeigen sie viele Eigenkreationen, die in oft tagelanger Tüftelarbeit entstanden sind.

Begleitprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Mitmachen, Spaß und selbst ausprobieren stehen beim bunten Begleitprogramm der Ausstellung an vorderster Stelle. Neben einem Spielbereich für Kinder und einer großen LEGO-Ecke mit tausenden Bausteinen, an denen Besucher eigene Modelle bauen können, werden auch Mitmachangebote und Workshops angeboten. Die Klötzlebauer bieten an zwei Wochenenden Workshops für Kinder ab 6 Jahren an, bei diesen unter Anleitung tolle Modelle entstehen. Sonntags ab 14 Uhr verwandelt sich das Do.labor in ein Kino. Hier werden die beliebten LEGO-Animationsfilme gezeigt.
Die Sonderausstellung ist während den Öffnungszeiten des Dornier Museums (Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr) zu besichtigen.
www.dorniermuseum.de

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