30. November bis 28. April: IDEAL STANDARD. Spekulationen über ein Bauhaus heute

Zeppelin Museum Friedrichshafen: Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Katarina Burin, Erika Hock, Christopher Kulendran Thomas (in Zusammenarbeit mit Annika Kuhlmann), Pakui Hardware, Andrea Zittel.

IDEAL STANDARD begreift das Bauhaus als ein nicht abgeschlossenes, sondern bis heute offenes Projekt, als Motor für gesellschaftliche Innovationen: Was ist heute Bauhaus? Fünf international renommierte KünstlerInnen setzen sich mit zentralen Fragestellungen unserer Gesellschaft auseinander und versuchen, zeitgenössischen Utopien eine Gestalt zu geben.
Die Ausstellung versteht sich als Plattform, die die Öffentlichkeit in einen offenen Diskurs über die dringlichen Fragen des "Bauhaus heute" involviert: Wie beeinflusst dessen ikonische Formensprache zeitgenössische Skulptur und Installation? Wie werden die historischen Themenkomplexe Wohnen und Massenproduktion, wie die patriarchalisch geprägte Geschichtsschreibung kritisch reflektiert? Lassen sich in den Arbeits- oder Denkweisen von zeitgenössischen KünstlerInnen und Kollektiven Parallelen zu den Innovationen des Bauhauses ziehen? Die Ausstellung setzt in einer offenen Ausstellungsarchitektur heterogene Positionen zeitgenössischer Kunst in einen diskursiven Ideenzusammenhang, der sich vom Bauhaus ableitet. Die Ausstellung wird durch hochkarätige Leihgaben unterstützt und präsentiert mehrere Neuproduktionen. Christopher Kulendran Thomas‘ „60 Million Americans can’t be wrong“ wird als Teil von IDEAL STANDARD. Spekulationen über ein Bauhaus heute zum ersten Mal in Deutschland gezeigt.
Bauhausdesign und Architektur im Zeppelin Museum: Der 1933 eröffnete Hafenbahnhof Friedrichshafen ist stilistisch den Bauten der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen und eines der wenigen Beispiele dieses Bautyps der Vorkriegszeit in Baden-Württemberg. Nach seiner teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und seines Wiederaufbaus nach Originalplänen in den 50er Jahren, wurde er im Rahmen einer umfangreichen Erweiterung in den späten 80er Jahren zum Museumsbau ausgeweitet. 1996 wurde hier das Zeppelin Museum eröffnet.
www.zeppelin-museum.de

Bis 5. Mai: Die Körperwelten - eine Herzenssache

Blautal-Center Ulm: Plastinator Dr. Gunther von Hagens und Kuratorin Dr. Angelina Whalley präsentieren ihre aktuelle Ausstellung rund um den menschlichen Körper erstmals in Ulm: KÖRPERWELTEN - Eine Herzenssache.

Auf rund 1.200 Quadratmetern im östlichen Areal des Blautalcenters werden rund 200 Exponate zu sehen sein, darunter 20 Ganzkörperexponate sowie Teilplastinate, transparente Körperscheiben und einzelne Organe. Centermanager Guido Reuter freut sich auf die Zusammenarbeit: „Mit der temporären Zwischennutzung sprechen wir neue Besuchergruppen an, greifen das mega-aktuelle Thema Gesundheit in vielen Facetten auf und bieten unseren Kunden neben dem Shoppingerlebnis einen spannenden und hoffentlich nachhaltigen Ausstellungsbesuch.“
Mehr als 47 Millionen Menschen weltweit haben die faszinierende Anatomieschau bereits gesehen, viele davon hat der Blick in das komplexe Innenleben nachhaltig verändert. KÖRPERWELTEN ist als Selbstentdeckungsreise konzipiert. Beginnend vom Skelett des Menschen über das Zusammenwirken der Muskulatur bis hin zur Entwicklung des Menschen im Mutterleib erhält der Besucher ein detailliertes Bild über den filigranen Aufbau seines Körperinneren. Eine Vielzahl spektakulärer Präparate erläutern für jedermann verständlich Organfunktionen und häufige Erkrankungen.
Thematischer Schwerpunkt der Ulmer Ausstellung ist das Herz mit seinem weit verzweigten Gefäßsystem. Das Hochleistungsorgan unseres Körpers ist der Motor unseres Lebens, aber durch die Dauerbelastung Funktionsstörungen und Verschleißerscheinungen ausgesetzt. Krankheiten des Blut-Kreislaufsystems sind heute die häufigste Todesursache. „Sie sind jedoch vermeidbar“, so die Ärztin und Kuratorin Dr. Angelina Whalley. „Auf unser Herz, dieses lebenswichtige Organ, achten wir oft erst, wenn es erkrankt oder unter großer Belastung leidet. Ich wünsche mir, dass die Ausstellung den Besucher anregt, herzbewusster und herzgesünder zu leben.“
Grundlage der KÖRPERWELTEN ist das Körperspende-Programm des Instituts für Plastination. Alle in den Ausstellungen gezeigten Plastinate stammen von Menschen, die zu Lebzeiten erklärt haben, dass ihr Körper nach dem Ableben zur medizinischen Aufklärung in den KÖRPERWELTEN Ausstellungen gezeigt werden darf. In dem lizenzierten Körperspende-Programm zur Plastination sind bis heute über 17.000 Spender registriert.
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr: 9 bis 18 Uhr, Sa, So und Feiertage: 10 bis 18 Uhr
Tickets bei reservix.de oder telefonisch unter 01806 700 733 im Vorverkauf.
www.koerperwelten.de

16. März bis 16. Juni: HAP Grieshaber: Osterritt

Museum Biberach: Im April 1963 reitet der Künstler Hans Anton Paul (HAP) Grieshaber (1909-1981) auf seinem Islandpony von Reutlingen über die Schwäbische Alb bis zu seinem Geburtsort Rot an der Rot im Landkreis Biberach. Unterwegs machte er an vielen Orten Station und zeichnete. Zurück in seinem Atelier fertigte er 39 Farbholzschnitte, seine Ehefrau Ricarda Gregor-Grieshaber verfasst dazu erläuternde Texte, die Begegnungen schildern. Die Kabinettausstellung präsentiert den so entstandenen Zyklus.
Führungen am 04.04. + 02.05. um 18.00 Uhr, am 28.04. + 12.05. um 11.15 Uhr
Begleitveranstaltung 25. April, 18.00 Uhr
„Hörbilder von der Schwäbischen Alb“ von und mit Susanne Hinkelbein
Noch bis 22. April:
„Jakob Bräckle (1897-1987). Meine einfache Landschaft“