Ausstellungen verlängert bis 27. September: Kunstmuseum Ravensburg

Sophie Calle - Was bleibt, und Sammlung Selinka - Lebensgefühl Landschaft

Mit der Einzelausstellung »WAS BLEIBT« zeigt das Kunstmuseum Ravensburg nach 15 Jahren eine der umfangreichsten Werkschauen der renommierten französischen Konzeptkünstlerin Sophie Calle (*1953) in Deutschland. Anhand von sechs Werkserien mit Arbeiten von 1986 bis 2019 rückt die Ausstellung das Abwesende und dessen Weiterleben in der Erinnerung in den Mittelpunkt.
Sophie Calle ist eine virtuose Erzählerin, die ihre Geschichten im Spannungsfeld von fotografischem Bild und Text ausbreitet und die Imaginationskraft des Betrachters einbindet. Ihre Werke sind Dokument und Fiktion zugleich. Sie laden ein zu Neugier, Empathie und Selbstbefragung.
Die verschiedenen Werkgruppen verhandeln existentielle Themen wie Tod, Verlust, Trauer, familiäre Beziehungen, Blindheit und Geschichtskultur und lenken den Blick auf das Verschwundene und dessen Fortbestehen in der Erinnerung. Dabei thematisieren die präzise inszenierten Gegenüberstellungen von Fotografie und Text sowohl Sophie Calles eigenes Leben als auch das der Anderen und machen weder vor der persönlichen noch der fremden Intimsphäre halt. Bereits in den frühen 1980er-Jahren wurde Sophie Calle durch ihre Bild- Text-Kombinationen bekannt, in denen sich die Grenzen zwischen Kunst und Leben, privat und öffentlich auflösen. Aktuelle Debatten des digitalen Zeitalters zur Imagekonstruktion und zum Verschwimmen von Realität und Fiktion hat sie mit ihren Arbeiten vorweggenommen. Ausgangspunkt ihrer Werkserien sind akribische Recherchen, gesellschaftliche Beobachtungen, Interviews und autobiografische Fragestellungen. Die gesammelten und inszenierten Spuren verknüpft Calle mittels Bild und Text zu eindrücklichen Erzählungen, die durch die inneren Bilder und Assoziationen der Betrachter weitergeführt werden.

Gabriele Münter, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Lyonel Feininger, Erich Heckel und Andreas von Jawlensky: Die dörfliche Landschaft als unmittelbarer Lebensraum steht im Zentrum der im Sammlungsraum präsentierten expressionistischen Werke aus der Sammlung Selinka. Die Malereien und Druckgrafiken von Gabriele Münter, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Lyonel Feininger zeugen von der Bedeutung der Landschaft und der abgeschiedenen Dörfer als Inspirationsquelle für die Künstler. Fernab von Dresden, Berlin oder München bildeten die Landaufenthalte den ersehnten Ausgleich zur städtischen Umgebung und wurden zum produktiven Rückzugsort.
Gabriele Münter (1877–1962) gehörte mit Wassily Kandinsky, ihrem Lehrer und späteren Lebensgefährten, zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe »Der Blauer Reiter«. 1909 erwarb Münter in Murnau am Staffelsee ein Haus, um auch außerhalb Münchens im bayrischen Voralpenland arbeiten zu können. Vier Gemälde lassen ihre Entwicklung zu einer Malweise nachvollziehen, die nicht mehr dem Vorbild der Natur, sondern dem subjektiven Eindruck folgte. 1911 schrieb Münter in ihr Tagebuch: »Ich habe dort nach einer kurzen Zeit der Qual einen großen Sprung gemacht – vom Naturabmalen (…) – zum Fühlen eines Inhalts, zum Abstrahieren – zum Geben eines Extrakts.«
Auch die Mitglieder der Künstlergruppe »Brücke« (1905–1913) fanden auf dem Land künstlerische Anregung und neue Motive. 1909 erkannte Max Pechstein in dem Fischerort Nidden auf der Kurischen Nehrung sein ersehntes Malerparadies. Sein Gemälde »Fischerhäuser in Nidden« (1919) lenkt den Blick auf das Dorf bei abendlicher Stimmung und aufkommendem Gewitter, während Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) in dem atmosphärischen Aquarell »Bei Nidden« (1913) die im Licht der Abendsonne erstrahlende Landschaft zeigt. Auch Erich Heckel (1883–1979) setzt die Naturgewalt des Sturms während eines Aufenthalts in Hiddensee in seinem Farbholzschnitt »Weiße Pferde« (1912) mit kompositorischen Mitteln und abstrahierter Formensprache eindrucksvoll ins Bild. Von Heckel und Schmidt-Rottluff, die den Holzschnitt als zeitgemäße Ausdrucksform wiederbelebt hatten, erhielt Lyonel Feininger wichtige Impulse. Holzschnitte wie »Daasdorf« (1918), in dem der gesamte Bildraum prismatisch zerlegt ist, zeugen von den thüringischen Dörfern als Inspirationsquelle und der Fähigkeit, die dörfliche Landschaft in ein expressives Stimmungsbild zu überführen.

www.kunstmuseum-ravensburg.de

Musik, Theater, Literatur und Kunst - Wangener Kulturwochen 

Auf öffentlichen Plätzen in Wangens Altstadt treten freitags und samstags verschiedene Künstler aus Wangen und der Region auf. Den Anfang machen am Freitag, 10. Juli, die „Fantastischen Lesewesen“ vom Jugendleseclub der Bücherei Wangen mit einem Poetry Slam. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Innenhof der Badstube. Die Plätze sind begrenzt, bei entsprechender Nachfrage tritt die Slam-Gruppe um 21 Uhr ein zweites Mal auf. Der Eintritt ist frei.


Die Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr und finden nur bei guter Witterung statt. Die Entscheidung über die Durchführung fällt jeweils am Veranstaltungstag bis 12 Uhr und wird auf der städtischen Homepage www.wangen.de/kultur sowie auf Facebook (Kultur Wangen) bekannt gegeben. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei.
8. August, Spitalhof, Konzert mit dem Bläserquintett Pentaton
15. August, Zunftwinkel, Konzert mit Skarabusch, französische Songs, Jazz und Soul
21. August, Spitalhof, Konzert mit Mr. Fabulous & Friends
Samstag, 22. August, Zunftwinkel, Zwei-Mann-Theater mit Reinhard Böhm
Freitag, 28. August, Zunftwinkel, Konzert mit Brekkies Inn

19. Juli bis 6. September: Wolfgang Scherer

Städtische Galerie Isny: Gefügt und geschichtet. Experimentelle Radierung und Malerei: Zu sehen gibt es 2020 Arbeiten des Wangener Malers und gleichzeitigem Isnyer Arkade-Künstlers Wolfgang Scherer. Sein künstlerisches Spielfeld umfasst die experimentelle Radierung und Malerei.


Die nahezu plastisch wirkenden Bilder entstehen durch die Schichtung verschiedener Darstellungsträger wie beispielsweise der Kombination von Radierungen auf Bütten- und Japanpapier. Eine klare Formensprache und präzise Linienführung prägen die stets gegenstandlosen Werke. Das Zusammenspiel von Farbe, Form, Fläche und Linie steht im Vordergrund seines Schaffens. Malerei und Grafik verschmelzen in Scherers Oeuvre zu einer gemeinsamen künstlerischen Gattung.
www.isny.de/espantor

Sternstunden Raumfahrt

Dornier Museum Friedrichshafen: Neue Kinderausstellung macht die Faszination Weltall für Familien und kleine Entdecker erlebbar. Langeweile in den Sommerferien? Nicht im größten Technikmuseum am Bodensee. Das Dornier Museum Friedrichshafen lädt in der bevorstehenden Ferienzeit Familien, Kinder und alle Technikfans auf eine spannende Reise durch 100 Jahre Geschichte der Luft- und Raumfahrt ein.

Das größte Geheimnis: Der Weltraum. Sterne und Planeten, milliardenfach. Und ringsherum unendliche Leere. Schon immer träumt der Mensch vom All. Er will es beschreiben, entdecken, verstehen. Tausende Fragen tauchen auf – gerade so viele wie Sterne im Universum. Was früher nur ein Wunsch war, ist heute möglich. Durch herausragende Technik kommen wir den Sternen nahe: Wir bauen Raketen und fliegen mit Raumfähren Richtung Unendlichkeit. Auf der Raumstation leben wir schon für eine längere Zeit außerhalb unserer Erde. Ob wir irgendwann auf dem Mars wohnen oder außerirdischem Leben begegnen? Viele spannende Fragen, die im neuen Kinderbereich der Raumfahrt-Dauerausstellung ab Beginn der Sommerferien im Dornier Museum beantwortet werden.

Achtung! Außerirdisches Gestein vom Planeten Mars im Museum
Schon mal einen echten Raumanzug gesehen? Oder einen originalen Mars-Meteoriten aus der Nähe betrachtet? In der neuen Raumfahrt- Dauerausstellung warten einige besondere Exponate, die von kleinen und großen Entdeckern bestaunt werden können. Auch eine Außerirdischensammlung, tolle Raumfahrt-Lego-Modelle oder eine Marsstation der Zukunft machen den neuen Raumfahrt-Kinderbereich in den Sommerferien zum Erlebnis.


Raumfahrt-Workshops für kleine Astronauten
Weltraumexperten aufgepasst! Beim Weltraumworkshop erfahren Kinder im Alter von 5 – 9 Jahre alles rund um die bemannte und unbemannte Raumfahrt. Wie funktioniert eine Rakete und warum kann man auf der Raumstation atmen? Nach Eroberung der neuen Kinderausstellung werden im Anschluss eigene Raumfahrzeuge entworfen. Eltern und Großeltern entspannen dabei auf der Museumsterrasse mit Blick auf den Zeppelinhangar und für die kleinen Geschwister gibt es einen Kinderspielplatz mit toller Fliegerrutsche. Wer möchte, darf zum Workshop als Raumfahrer verkleidet kommen.


90-minütige Workshops: 5., 29. und 30. August, jeweils um 14 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Voranmeldung unter 07541 487 36 11 oder besucherservice@dorniermuseum.de.
Weitere Angebote während den Sommerferien: Öffentliche Führungen, täglich um 11:30 Uhr nach Anmeldung vor Ort. Mit der „Black-Box“, einer Überraschungsbox für kleine Flugzeugfreunde, und dem Museums- und Weltraum-Quiz können Familien die Ausstellung auf eigene Faust erkunden.
www.dorniermuseum.de

Die Elmar Kretz Erlebniswelt - Bis Ende Sommerferien in Oberreute

Die edlen Show-Pferde von Elmar Kretz beim Training erleben, Manege frei für Jimmy Folcos Clown-Theater Kinderwelt, Ponyreiten, Streichelgehege, Luftburg Circus-Ausstellung mit Schwerpunkt Zirkuspferde und Clowns „Lichtritte“, Bilder Ausstellung von Maresa Mader aus Stuttgart, das alles gibt es im Traditions-Gasthaus Adler.


Die Elmar Kretz Erlebniswelt in Oberreute (nahe Oberstaufen im Allgäu) bietet ein umfangreiches Unterhaltung- und Ausflugsprogramm mit verschiedenen Erlebniswelten und Themenbereichen. Nachdem das bekannte Traditions-Gasthaus Adler in die nächste Generation wechselte, erfolgt nun eine Neuausrichtung des Standortes in Richtung Ausflugsziel für die ganze Familie. Von jeher sind edle Pferde, Shows und speziell der klassische Zirkus die große Leidenschaft von Elmar Kretz. Ein Besuch im Alter von zehn Jahren im Circus Barum brachte ihn in die Bahn. Das eindrückliche Fluidum dieser exotischen und schillernden Welt wirkte so extrem auf Elmar Kretz ein, dass er unbedingt Zirkusdirektor und Pferdetrainer werden wollte. Mehrmals täglich finden die Sie Möglichkeiten, Hintergrundinformationen über das Training der vierbeinigen Stars zu erfahren. Kinderbauernhof Hasen, Ziegen und Hühnern ganz nah sein: Für Kinder ist das ein unglaubliches Vergnügen. Süße Ponys drehen täglich ihre Runden in der Trainingshalle. Die Luftburg lässt Kinderherzen höherschlagen, laden zum Springen und Spielen ein und lassen Ausflüge mit Ihren Kindern im Allgäu zu einem Erlebnis werden.
Neu ist auch die Ausstellung „Lichtritte“: Als erste Künstlerin präsentiert die Stuttgarter Fotografin Maresa Mader ihre Bilder.
www.elmar-kretz.de