Bis 2. Februar: Krippen & Hüte - weltweit!

Sonderausstellung im Deutschen Hutmuseum: Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. (Lukas 2,7). Nur dieser eine Satz findet sich in der Bibel, in dem die Krippe für das Jesuskind erwähnt wird, aber die Auswirkungen für die Vorstellungskraft der Menschen und die Umsetzung in der Kunst, im Handwerk und im volkskundlichen Kitsch sind enorm.

Krippen und die dazugehörigen Figuren haben ihren festen Platz in der Weihnachtszeit und viele Familien pflegen dazu ihre eigenen Traditionen.
So werden nicht nur bei uns, sondern überall auf der Welt Jahr für Jahr im Dezember kleine Figuren aufgestellt. Sie sind aus Stein gemeißelt, aus Holz geschnitzt, kunstvoll aus Stroh und Blättern geflochten oder aus Papier gefaltet, aus Lehm modelliert oder aus Keramik gegossen und bemalt. Dabei spiegelt sich in ihnen das Leben und der Alltag der Armen, Schwachen und Benachteiligten wieder. Ob in Neapel, der Provence, in Usbekistan oder Thailand, alle Künstler versetzen dabei die Geburt Jesu in ihre eigene Welt und Zeit. Niemand stört sich daran, dass Christus in einer gotischen Marienkirche in Krakau auf die Welt kommt oder der Dorfpfarrer aus der Provence mit zur Krippe eilt. So erschaffen sich die Menschen ein Abbild ihrer eigenen Welt, in die Jesus Christus hineingeboren wird. Selbstverständlich mit der dazu passenden Kleidung und den alltäglichen Kopfbedeckungen.
In der Adventsausstellung zeigt das Hutmuseum Krippen aus vier Kontinenten und die dazu passenden Kopfbedeckungen. Sie behüten und beschützen das Christkind und die Heilige Familie. Im Mitmachbereich kann man seine ganz eigene Krippe basteln, gemeinsam wird der Weihnachtsbaum mit guten Wünschen für die ganze Welt geschmückt, außerdem gibt es ein kleines Quizz.
Öffnungszeiten: Di. bis So., 9:30 bis 17:00Uhr, geschlossen: Heilig Abend, 1. Weihnachtsfeiertag, und Silvester.
Preise: Sonderausstellung: 2 €, Kinder bis 18 Jahre: frei, Kombiticket Sonderausstellung und Dauerausstellung: 6,50 €. www.deutsches-hutmuseum.de

9. November bis 18. März: Unser Planet – Bilder aus dem All

Die neue Wechselausstellung im Naturschutzzentrum: Wie abstrakte Kunstwerke muten Satellitenaufnahmen unserer Erde an. Oder sie wirken wie Wimmelbilder aus Kinder- büchern. Faszinierend sind sie in jedem Fall und wichtig, denn diese Bilder können unter anderem für den Umwelt- und Naturschutz genutzt werden. Am Donnerstag, den 9. November 2017, eröffnet das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried die neue Wechselausstellung „Unser Planet – Bilder aus dem All“.

Umweltforschungssatelliten beobachten unseren „Blauen Planeten“ und liefern wichtige Daten über den Zustand der Atmosphäre. Die Ausstellung demonstriert, wie wertvoll die aus den Beobachtungen gewonnenen Erkenntnisse für den Schutz unserer Umwelt und damit für die Zukunft der Erde sind. Die Satellitenbilder thematisieren unter anderem das globale atmosphärische Wettergeschehen, den Klima- wandel, Veränderungen von Glazial- und Küstenlandschaften, sowie die Wasserkreisläufe auf der Erde. Die Ausstellung befindet sich im Gewölbegang von Maria Rosengarten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen der Eröffnung durch Thilo Elsner, Sternwarte Bochum, Institut für Umwelt- und Zukunftsfor- schung und Horst Weisser, Leiter des Naturschutzzentrums, beizuwohnen. Beginn am 9. November um 19 Uhr. Die neue Wechselausstellung ist dann vom 10. November 2017 bis 18. März 2018 täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt zur Eröffnung und in die Ausstellung ist kostenlos.
Weitere Infos unter www.wurzacher-ried.de, Maria Rosengarten 1, 88410 Bad Wurzach.

9. November bis 1. April 2018: Der Dreißigjährige Krieg – Schauplatz Oberschwaben

Ravensburg, Museum Hupis-Quartier: (Von Andreas Schmauder) Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein europäischer Machtkonflikt und Religionskrieg zugleich: im Deutschen Reich standen der Kaiser und die katholische Liga, den Fürsten und Städten der protestantischen Union gegenüber. Auf europäischer Ebene kämpfte der deutsche Kaiser aus dem Hause Habsburg zusammen mit den habsburgischen Mächten Österreich und Spanien gegen Frankreich und Schweden.

In Oberschwaben, in der Mitte Europas, prallten die Machtinteressen der europäischen Großmächte aufeinander: Hier war der Kaiser als Stadtherr der Reichsstädte, Lehensherr vieler Adelsfamilien, Oberhaupt der großen reichsunmittelbaren Klöster und Herr vieler österreichischen Besitzungen sehr präsent.
Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über das gesamte Kriegsgeschehen. Dabei wird Oberschwaben und Ravensburg in den Zusammenhang des europäischen Machtkonflikts gestellt. Anhand beeindruckender Objekte lernen die Besucher die Hauptpersonen des Krieges, dessen Zerstörungen, aber auch dessen Grausamkeit und menschliches Leid kennen.
Öffnungszeiten: Di bis So 11-18 Uhr | Do 11-20 Uhr. 24., 25., und 31.12. geschlossen
Öffentliche Führungen 1. und 3. Donnerstag im Monat | 18 Uhr
8. November um 19 Uhr: Eröffnung mit Vortrag von Dr. Eberhard Fritz