Bis 12. November: Galerie der Aufrechten – Gesichter des Widerstands gegen die NS-Gewaltherrschaft

Stadtmuseum in Dornbirn: Das Stadtmuseum Dornbirn bringt die Wanderausstellung „Galerie der Aufrechten“ zum ersten Mal nach Österreich. Ein Porträt der Vorarlberger Krankenschwester Maria Stromberger, erstellt von der renommierten Künstlerin Alexandra Wacker, wurde von der Grünen Bildungswerkstatt anlässlich der Ausstellung beauftragt und wird erstmalig öffentlich zu sehen sein. Begleitet wird die Sonderausstellung von verschiedenen Schulprojekten.

Die „Galerie der Aufrechten“ ist ein Projekt, das vom Studentenwerk Weiße Rose e.V., mit Sitz in Weingarten, getragen wird. Die Galerie besteht momentan aus rund 60 Porträts von Menschen des Widerstands gegen die NS-Gewaltherrschaft und von Opfern des NS-Regimes. Diese Menschen stehen etwa zur Hälfte durch Herkunft oder Tätigkeit in Bezug zum deutschen Südwesten, zur anderen Hälfte stammen sie aus dem gesamten damaligen Reichsgebiet. Dadurch setzt die Ausstellung einen Schwerpunkt auf Regionalität und erreicht gleichzeitig einen hohen Grad an Repräsentativität für den NS-Widerstand insgesamt. Die Porträts wurden von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern erstellt. Sie wecken Empathie und zeigen die biografische Vielschichtigkeit der NS-Verfolgten. Im deutschen Südwesten lagen zwar weder die Kommandozentralen der Nationalsozialisten noch die großen Konzentrationslager. Hier begann aber das nationalsozialistische Euthanasieprogramm. Gleichzeitig gab es hier den vielgestaltigsten Widerstand – von Attentätern, Christen und Juden, von den Studenten der Weißen Rose, von Rettern, von geistigen Vordenkern und Pädagogen, von Menschen aus dem politischen und militärischen Bereich, von Arbeitern und Gewerkschaftlern. Dazu kommen bisher unbekannte Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Porträts der „Galerie der Aufrechten“ sind bis zum 12. November 2017 im Stadtmuseum zu sehen. Ein umfangreiches Begleitprogramm umrahmt die Ausstellung. Verschiedene Projekte der Schulen Sacré Coeur Riedenburg und der VMS Dornbirn Markt ergänzen die Veranstaltungen.

Bis 21. Januar: Bernhard Spahn

Städtische Galerie im Schloss, Isny: Landschaften aus 5 Jahrzehnten. Malerei und Grafik: Inspiriert von seinen verschiedenen Studienaufenthalten entstanden Landschaften. Der in Münster geborene Künstler lebte seit 1968 im Allgäu, unweit von Isny. Seine Studienreisen führten ihn unter anderem nach Frankreich, Österreich, auf die Schwäbische Alb und auf die Insel Amrum. Er suchte die Einsamkeit, um ganz in seine neue Umgebung eintauchen zu können, die ihm vorerst fremde Landschaft in all ihren Facetten kennenzulernen und in sich aufzunehmen.

Bernhard Spahn entdeckte in Landschaften oft Figuren. So fanden manchmal Wurzeln oder Steine ebenso monumental und eindrücklich Eingang in seine Landschaften wie Bergmassive.
Seine Handschrift blieb über die Jahre die gleiche, wenn auch eindeutiger, prägnanter und direkter übersetzt.