Bis 18. Juni: Dornier Museum hebt ab in neue Galaxien

Feiern, tanzen und staunen unter Flugzeugen: Das Dornier Museum hebt ab in seine fünfte Veranstaltungssaison – und diesmal mit Warp-Antrieb. Passend zur Sonderausstellung „Science & Fiction - 50 Jahre Raumschiff Enterprise“ gibt’s Partys á la „Star Trek“, dazu beliebte Rockbands, einen Yoga-Tag, spannende Vorträge und erstmals die Klingende Bergweihnacht. Ein Museum als Event-Location: Das Dornier Museum für Luft- und Raumfahrttechnik hat sich als gefragter gesellschaftlicher Treffpunkt etabliert. Nach dem Besucheransturm im Sommer ist das Herbst- und Winterprogramm wieder mit bewährten und neuen Highlights gespickt.

Tanzen mit Captain Kirk
Der Museumshangar hat sich als einzigartiger Dancefloor etabliert. Mehrere Partys stehen im Stern der neuen Ausstellung „50 Jahre Raumschiff Enterprise“, die am 28. Oktober eröffnet wird. Mehrere Star Trek-Party-Nächte mit Hits der 60er, 70er und 80er Jahre machen Luft auf unendliche Weiten: Am 12. November geht´s los mit der Star Trek „The Original Series-Party“ mit Sound aus den Sechzigern, als Captain Kirk, Spock und Uhura die TV-Bildschirme stürmten. Am 29. Dezember knallen schon vor Silvester die Raketen mit der „The Next Generation“ Star Trek-Party um Captain Picard zum Sound der 80er Jahre. Die Sonderschau ist zu allen Partys geöffnet; im Cineball laufen die entsprechenden TV-Serien und das Do-X Restaurant lockt mit Star Trek-Spezialitäten. Science-Fiction-Kostüme jeder Art sind willkommen; die schönsten Outfits werden prämiert.

Der Hangar rockt und schunkelt
Freunde guter Rockmusik kommen wieder richtig auf ihre Kosten. Los geht’s mit der schon traditionellen Oldie-Dance-Night am 1. Oktober; die Akustik-Band „Unplaqued Prochecked“ um Museumsdirektor Berthold Porath spielt am 15. Oktober beliebte Hits in „natürlichem“ Sound. Die oberschwäbische Kultband „Easy Livin‘“ rockt am 5. November den Sound der 60er und 70er und die Classic Rock Band „Helter Skelter“ heizt wie jedes Jahr zum Abtanzen ein, diesmal am 26. November. Als Weihnachts-Special mal was ganz anderes: Hansy Vogt und seine klingende Bergweihnacht zaubern am 16. Dezember Stadel-Atmosphäre in den Flugzeughangar. Mit dabei: Die Cappucinos, die Feldberger, Sängerin Liane und die unsterblichen Wildecker Herzbuben. Ein stimmungsvolles Konzert zum Schunkeln, Abschalten, Träumen und mit bayerischem Buffet im Do-X Restaurant.

Yoga, Lyrik und Genüsse
Die „Yogawelten“ bieten am 28. Oktober Schnupperkurse zu sämtlichen Yoga-Arten, Vorträge, Modenschauen und vegane Köstlichkeiten. Bereits zum zweiten Mal treffen sich am 13. November Lyriker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum dichterischen Wettstreit im „Poetry Slam“. Beim Raumfahrtabend am 16. November geht es um die Zukunft unseres Blauen Planeten. Das Do-X Restaurant lädt nicht nur jeden 1. Sonntag im Monat zum Brunch, sondern bald wöchentlich zum festlichen Advents-, Weihnachts- und Neujahrsbrunch.

Tickets zu den Veranstaltungen gibt es ab sofort im Dornier Museum Friedrichshafen oder online unter www.reservix.de. Mehr Informationen unter www.dorniermuseum.de

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25. Februar bis 11. Juni: Durch Zeit und Raum. Aktuelle Arbeiten von Robert Schad

Kunstmuseum Ravensburg: Der 1953 in Ravensburg geborene Künstler Robert Schad gehört zu den renommiertesten Stahlbildhauern seiner Generation. Er studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe (1974-1980). Bereits während des Studiums entdeckte er das Material Stahl für sich und fertigte im Rahmen eines Wilhelm Lehmbruck-Stipendiums erste Großplastiken für den Außenraum. Ausgehend von der Zeichnung, mit der er zunächst seismografisch auf emotionale und geistige Impulse sowie atmosphärische Kontexte reagiert, entstehen durch Verschweißen von massiven Vierkantstahlstreben komplexe Linien-Skulpturen. ...

...Robert Schad nimmt den roten Faden einer gestischen Linienzeichnung Anfang der 1970er Jahre auf. Zu Beginn seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe entscheidet er sich für die Linie als primäres Ausdrucksmittel: „Die Linie“, so Robert Schad, „verkörperte für mich von da an eine innere Achse, auf ihr baute ich meine Existenz. Meine Linie ist deshalb keine anonyme gedachte Linie, sondern ein Abbild meiner eigenen körperlichen Befindlichkeit.“
Die Art und Weise wie Schad das industrielle Material Stahl mit eigenen psychischen und physischen Energien auflädt, kennzeichnen ihn als einen postavantgardistischen Künstler. Seine stählernen Raumzeichnungen sind letztlich abstrakte 'Selbstbilder' eines authentisch körperbezogenen Denkens und Fühlens.
Robert Schad lebt und arbeitet in Portugal und Frankreich. In Frankreich hat er 2004 nicht nur seinen eigenen Skulpturenpark eröffnet (Larians) sondern 2016 auch einen mit 50 Werken ausgestatteten über 300 Kilometer langen tremporären Skulpturen-Parcours in der Bretagne realisiert.
Für das Kunstmuseum Ravensburg hat Robert Schad eine spektakuläre ortsspezifische Rauminstallation mit eigens für die Ausstellung konzipierten Arbeiten entwickelt.
www.kunstmuseum-ravensburg.de

Bis 30. Juli: Malerinnen der Gegenwart Ausstellung „entfesselt! Malerinnen der Gegenwart“

In Schloss Achberg: Rund 100 Werke zeigen die fesselnde – und titelgebend: entfesselte – Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen von zeitgenössischen Malerinnen. Die Malerei wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach für tot erklärt. Dabei ist sie lebendiger denn je. Dies gilt vor allem für die figurative Malerei. Für diesen Erfolg stehen viele Künstlerinnen. Von ihnen kommen seit einigen Jahren wichtige Impulse. Dennoch finden die Malerinnen in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch nicht die ihnen angemessene Resonanz. Die Ausstellung in Schloss Achberg setzt sich zum Ziel, anhand herausragender Werkbeispiele ein neues Bewusstsein für diese Entwicklung zu schaffen.

In der Ausstellung vertreten sind 19 ausgewiesene Positionen wie die von Cecily Brown, Stephanie Dost, Marlene Dumas, Isabelle Dutoit, Zohar Fraiman, Franziska Guettler, Xenia Hausner, Katharina Immekus, Marianna Krueger, Kathrin Landa, Verena Landau, Rosa Loy, Christa Näher, Justine Otto, Cornelia Schleime, Eva Schwab, Alex Tennigkeit und Miriam Vlaming. Einige der Künstlerinnen haben sich zu einem „MalerinnenNetzWerkBerlin-Leipzig“ zusammengeschlossen.
Prominent vertreten ist auch die Malerin Sarah Schumann. Sie organisierte im Jahr 1977 zusammen mit sechs weiteren Frauen in Berlin die viel beachtete Ausstellung „Künstlerinnen International 1877-1977“.
Die Künstlerinnen sind auf Schloss Achberg überwiegend mit aktuellen Werkgruppen vertreten. Die Auswahl der Werke erfolgte fast sämtlich auf der Basis eines regen Gedankenaustausches des Ausstellungskurators Martin Oswald mit den Künstlerinnen bei Besuchen in den Ateliers.
Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter, zweisprachiger Katalog.

Öffnungszeiten Schloss Achberg:
Fr. von 14 bis 18 Uhr, Sa./So./Feiertage von 10 bis 18 Uhr
außerhalb der Öffnungszeiten Führungen nach Vereinbarung
www.schloss-achberg.de
Schloss Achberg liegt zwischen Wangen im Allgäu und Lindau

Bis 27. August: Zwischen Himmel und Erde.Bilderwelten von Paul Klee

Stadtmuseum Lindau: Im April öffnete das Lindauer Stadtmuseum im „Cavazzen“ wieder seine Pforten für eine Sonderausstellung zur Klassischen Moderne. Noch bis Ende August wird mit „Paul Klee“ ein besonders vielseitiger Künstler präsentiert, der als Maler, Zeichner und Grafiker ein äußerst facettenreiches Werk hinterließ und unbestritten zu den bedeutendsten Avantgardisten des 20. Jahrhunderts zählt.

Paul Klee – Ein Hauptvertreter der Künstleravantgarde des 20. Jahrhunderts
Das Lindauer Stadtmuseum lädt zur Besichtigung der Bilderwelten von Paul Klee (1879 – 1940) ein. Der in der Schweiz geborene Künstler ging als Malerpoet mit einer unverwechselbaren Bildsprache in die Kunstgeschichte der Klassischen Moderne ein. Das überaus facettenreiche Werk dieses feinsinnigen, musikalisch hochbegabten und als Bauhauslehrer und Akademieprofessor erfolgreichen Künstlers offenbart eine überbordende motivische und thematische Fülle, vielstimmige Farbkompositionen sowie eine große Experimentierfreude.
Als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Kunst hinterließ Paul Klee ein enorm vielseitiges Spektrum von rund 9.500 Werken. Dabei war Klee kein exzentrisches Künstlergenie sondern ein philosophisch und mit ironischer Distanz auf die Welt blickender Charakter. Seinen Nachruhm und den wirtschaftlichen Erfolg plante er jedoch mit Kalkül, denn er schuf sein Œuvre im vollen Bewusstsein seiner Mitwirkung an einer unumkehrbaren künstlerischen Avantgarde.

Licht und Schatten: Die Weltkriege - Reisen in den Orient–Musik und Theater
Mit einer Ausstellung von Kunstwerken aus verschiedenen Schaffens- und Lebensphasen Paul Klees sollen zentrale Aspekte des Gesamtwerks dieses universal gebildeten Künstlers vermittelt werden: So werden die Kunst der Zeichnung, der virtuose Umgang mit der Farbe, die häufig mit einem ironischen Augenzwinkern dargebotene Themen- und Formenvielfalt seiner phantasievollen Bildschöpfungen ebenso beleuchtet wie das charakteristische zeichenhafte Vokabular seiner Bilderwelten.
Zur Anschauung kommen Bilder, welche die auch historisch bedingten starken Gegensätze im Leben Klees veranschaulichen: Gezeigt werden unter anderem Bilder aus der Zeit seines Militärdienstes im Ersten Weltkrieg, aber auch Arbeiten, welche seine lichtvollen und sein Werk stark prägenden Reisen nach Tunis und Ägypten thematisieren. Zeitlebens war für Paul Klee seine Leidenschaft für die Welt der Musik und des Theaters von größter Bedeutung. Auch diesen Aspekt kann die Schau mit mehreren Exponaten beleuchten. Illustriert wird schließlich das beeindruckende Spätwerk des Künstlers, der auf dem Höhepunkt seiner damaligen Karriere im Jahr 1933 dem nationalsozialistischen Druck weichen musste und von Deutschland zurück in die Schweiz nach Bern emigrierte, wo im Jahr 1935 die unheilbare und schmerzvoll verlaufende Krankheit Sklerodermie ausbrach. Trotz aller Einschränkungen blieb Paul Klee jedoch auch in seinen letzten Jahren humorvoll und unfassbar produktiv.
Sowohl die Vita Paul Klees als auch seine Bilder beinhalten Themen konstanter Aktualität, deren Aufbereitung im Rahmen der Lindauer Sonderausstellung neben dem unmittelbaren Kunsterlebnis auch Einsichten in die besondere Lebenskunst Paul Klees vor dem Hintergrund einer kaum vergangenen Zeitgeschichte gewähren.

Paul Klee in Lindau
Für eine Klee-Ausstellung in Lindau sprechen auch biografische Aspekte der Künstlervita: Häufig überquerte der in Deutschland arbeitende Paul Klee bei seinen Heimfahrten in die Schweiz den Bodensee, indem er am Lindauer Hafen ein Schiff nach Rorschach oder Romanshorn bestieg. Auch die Rückreisen fanden über Lindau statt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl indirekter Bezüge, da befreundete Künstler und Kunstexperten in Kriegszeiten Zuflucht und Arbeitsstätte in Orten am Bodensee fanden. Daher werden in der Ausstellung erstmals die überraschend vielfältigen Verbindungen Paul Klees zu Lindau und zum Bodensee thematisiert. Diese regionalgeschichtlich höchst interessante Komponente wird im begleitenden Ausstellungskatalog ausführlich in einem eigenen Beitrag behandelt, der auch bislang unpubliziertes Quellenmaterial aus dem Klee-Nachlassarchiv beinhaltet.

Der Kurator
Mit der geplanten Schau setzt der Kurator Prof. Dr. Roland Doschka im Jahr 2017 seine inzwischen im Lindauer Kulturleben fest verankerte Serie zur Klassischen Moderne im Stadtmuseum Lindau fort, die bisher rund 350.000 Besucher zählen konnte. Wie bei den vergangenen Projekten (Picasso, Chagall, Miró, Matisse, Nolde) erlauben Leihgaben aus bedeutenden europäischen Privatsammlungen, Museen und Kunststiftungen einen breit gefächerten Blick auf das Werk eines Wegbereiters der Moderne. Besonders glücklich darf das Stadtmuseum sich schätzen, weil die Familie Klee selbst die Ausstellung mit hochkarätigen Leihgaben unterstützt.
Alexander Warmbrunn, Kulturamtsleiter der Stadt Lindau, freut sich, dass Prof. Dr. Roland Doschka bereits zum siebten Mal in Folge eine Ausstellung für Lindau kuratiert.

Geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr
Öffentliche Führungen sind täglich um 10.30 und 14 Uhr
www.kultur-lindau.de