18. August: Lange Nacht im Museumsviertel

Ravensburg: Zum fünften Mal öffnet das Museumsviertel seine Tore zur „Langen Nacht im Museumsviertel“. Für Nachtschwärmer haben alle vier Museen bis Mitternacht geöffnet und präsentieren ihre Ausstellungen.

Wie Schmuckstücke reihen sich Museum Humpis-Quartier, Kunstmuseum, Wirtschaftsmuseum sowie Museum Ravensburger Markt- und Burgstraße und machen Kultur, Geschichte und Kunst auf besondere Weise erlebbar. Alle Häuser bieten während der „Langen Nacht im Museumsviertel“ Direktorenführungen durch ihre Dauer- und Sonderausstellungen an. Außerdem kommen die Besucher in den Genuss eines Programms für alle Sinne.
Den Eintritt ermöglicht die Ravensburger Museumskarte für 17 Euro, die an der ersten Station gegen ein Eintrittsarmband einzulösen ist. Die Karte ist in allen Museen erhältlich. Kinder und Jugendliche zahlen im Museum Ravensburger den regulären Eintritt, in den anderen Museen genießen sie sogar freien Eintritt.

Bis 27. August: Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde“

Bilderwelten von Paul Klee im Stadtmuseum Linda: Mit Werken aus verschiedenen Schaffensphasen des Malerpoeten Paul Klee (1879 - 1940) präsentiert das Lindauer Stadtmuseum in der diesjährigen Sonderausstellung das facettenreiche Œuvre eines besonders vielseitigen Hauptvertreters der Künstleravantgarde des 20. Jahrhunderts.Die Schau zeigt zentrale Aspekte im Gesamtwerk des deutsch-schweizerischen Malers und Grafikers, wie die Kunst der Zeichnung und den virtuosen Umgang mit der Farbe. Zur Anschauung kommen Bilder, welche die Zeit seines Militärdienstes im Ersten Weltkrieg und die lichtvollen Reisen nach Tunis und Ägypten thematisieren.

Zeitlebens war für Paul Klee seine Leidenschaft für die Welt der Musik und des Theaters von größter Bedeutung. Auch diesen Aspekt kann die Schau mit mehreren Exponaten beleuchten. Illustriert wird schließlich das beeindruckende Spätwerk des Künstlers, dessen von Licht und Schatten geprägte Biografie Bezüge zu Lindau und zum Bodensee beinhaltet. Zur Ausstellung ist ein reich illustrierter Katalog mit Beschreibungen zu jedem Exponat erschienen. Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Öffentliche Führungen
10.30 und 14 Uhr, Gruppenführungen nach Vereinbarung. Tel: 08382 260033
Bilder:
Paul Klee, Tänzerpaar, 1923, 126
Aquarell auf Papier auf Karton
Kunstmuseum St. Gallen, Schenkung Erna und Curt Burgauer 1987
Foto: Sebastian Stadler

Paul Klee, mit der sinkenden Sonne, 1919, 247
Aquarell auf Grundierung auf Papier auf Karton, 19,6/20 x 26,2 cm
Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee
Foto: Zentrum Paul Klee, Bern, Fotoarchiv

SommernachtsOPENAIR
Ein vielfältiges Rahmenprogramm nimmt Bezug auf Paul Klees lebenslange Passion für die Musik. So präsentieren das Lindauer Kulturamt und die Spielbank Lindau ein großes SommernachtsOPENAIR auf der Spielbankwiese: Bei der Classic Night am 11. August tritt das Aargauer Jugend-Sinfonieorchester auf, und am 12. August geht es weiter mit modernen Livebands bei der Casino Club Night. Freier Eintritt. Bei schlechtem Wetter entfällt die Veranstaltung. Infos zu Zählkarten: www.kultur-lindau.de.

Bis 27. August: MULTIPLAYER: Jeronim Horvat

Kunstverein Wasserburg: Unter dem Titel MULTIPLAYER werden Positionen des Künstlers Jeronim Horvat versammelt, die »Spiel« als vielschichtiges Thema entfalten. Ab dem 5. August sind Malereien, Grafiken, Plastiken und Objekte des Studenten der populären Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle zu sehen.

Horvats künstlerische Praxis folgert aus einem konzeptionellen Ansatz und lebt dabei von der Dynamik eines ausgesprochen jungen Werkes. So sind die Arbeiten des Sechsundzwanzigjährigen selbst Resultat eines experimentellen Spiels mit Material, Technik und Medium. Instrumente des Spielens aus Sport oder E-Gaming verfremdet Horvat, macht sie zu entfunktionalisierten Gebilden, die bildhaft auf das Ausstellungsthema rekurrieren. Es ist die erste institutionelle Einzelpräsentation Horvats und zugleich auch das erste Ausstellungsprojekt in Eigenregie des Kurators Nils Philippi, der im Mai seinen Bachelor an der Zeppelin Universität FN absolvierte. Den Besuchern wird ein erfrischender Einblick in die Arbeit der jüngsten Generation unserer zeitgenössischen Kunstproduktion geboten.

Bis 27. August: Zwischen Himmel und Erde.Bilderwelten von Paul Klee

Stadtmuseum Lindau: Im April öffnete das Lindauer Stadtmuseum im „Cavazzen“ wieder seine Pforten für eine Sonderausstellung zur Klassischen Moderne. Noch bis Ende August wird mit „Paul Klee“ ein besonders vielseitiger Künstler präsentiert, der als Maler, Zeichner und Grafiker ein äußerst facettenreiches Werk hinterließ und unbestritten zu den bedeutendsten Avantgardisten des 20. Jahrhunderts zählt.

Paul Klee – Ein Hauptvertreter der Künstleravantgarde des 20. Jahrhunderts
Das Lindauer Stadtmuseum lädt zur Besichtigung der Bilderwelten von Paul Klee (1879 – 1940) ein. Der in der Schweiz geborene Künstler ging als Malerpoet mit einer unverwechselbaren Bildsprache in die Kunstgeschichte der Klassischen Moderne ein. Das überaus facettenreiche Werk dieses feinsinnigen, musikalisch hochbegabten und als Bauhauslehrer und Akademieprofessor erfolgreichen Künstlers offenbart eine überbordende motivische und thematische Fülle, vielstimmige Farbkompositionen sowie eine große Experimentierfreude.
Als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Kunst hinterließ Paul Klee ein enorm vielseitiges Spektrum von rund 9.500 Werken. Dabei war Klee kein exzentrisches Künstlergenie sondern ein philosophisch und mit ironischer Distanz auf die Welt blickender Charakter. Seinen Nachruhm und den wirtschaftlichen Erfolg plante er jedoch mit Kalkül, denn er schuf sein Œuvre im vollen Bewusstsein seiner Mitwirkung an einer unumkehrbaren künstlerischen Avantgarde.

Licht und Schatten: Die Weltkriege - Reisen in den Orient–Musik und Theater
Mit einer Ausstellung von Kunstwerken aus verschiedenen Schaffens- und Lebensphasen Paul Klees sollen zentrale Aspekte des Gesamtwerks dieses universal gebildeten Künstlers vermittelt werden: So werden die Kunst der Zeichnung, der virtuose Umgang mit der Farbe, die häufig mit einem ironischen Augenzwinkern dargebotene Themen- und Formenvielfalt seiner phantasievollen Bildschöpfungen ebenso beleuchtet wie das charakteristische zeichenhafte Vokabular seiner Bilderwelten.
Zur Anschauung kommen Bilder, welche die auch historisch bedingten starken Gegensätze im Leben Klees veranschaulichen: Gezeigt werden unter anderem Bilder aus der Zeit seines Militärdienstes im Ersten Weltkrieg, aber auch Arbeiten, welche seine lichtvollen und sein Werk stark prägenden Reisen nach Tunis und Ägypten thematisieren. Zeitlebens war für Paul Klee seine Leidenschaft für die Welt der Musik und des Theaters von größter Bedeutung. Auch diesen Aspekt kann die Schau mit mehreren Exponaten beleuchten. Illustriert wird schließlich das beeindruckende Spätwerk des Künstlers, der auf dem Höhepunkt seiner damaligen Karriere im Jahr 1933 dem nationalsozialistischen Druck weichen musste und von Deutschland zurück in die Schweiz nach Bern emigrierte, wo im Jahr 1935 die unheilbare und schmerzvoll verlaufende Krankheit Sklerodermie ausbrach. Trotz aller Einschränkungen blieb Paul Klee jedoch auch in seinen letzten Jahren humorvoll und unfassbar produktiv.
Sowohl die Vita Paul Klees als auch seine Bilder beinhalten Themen konstanter Aktualität, deren Aufbereitung im Rahmen der Lindauer Sonderausstellung neben dem unmittelbaren Kunsterlebnis auch Einsichten in die besondere Lebenskunst Paul Klees vor dem Hintergrund einer kaum vergangenen Zeitgeschichte gewähren.

Paul Klee in Lindau
Für eine Klee-Ausstellung in Lindau sprechen auch biografische Aspekte der Künstlervita: Häufig überquerte der in Deutschland arbeitende Paul Klee bei seinen Heimfahrten in die Schweiz den Bodensee, indem er am Lindauer Hafen ein Schiff nach Rorschach oder Romanshorn bestieg. Auch die Rückreisen fanden über Lindau statt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl indirekter Bezüge, da befreundete Künstler und Kunstexperten in Kriegszeiten Zuflucht und Arbeitsstätte in Orten am Bodensee fanden. Daher werden in der Ausstellung erstmals die überraschend vielfältigen Verbindungen Paul Klees zu Lindau und zum Bodensee thematisiert. Diese regionalgeschichtlich höchst interessante Komponente wird im begleitenden Ausstellungskatalog ausführlich in einem eigenen Beitrag behandelt, der auch bislang unpubliziertes Quellenmaterial aus dem Klee-Nachlassarchiv beinhaltet.

Der Kurator
Mit der geplanten Schau setzt der Kurator Prof. Dr. Roland Doschka im Jahr 2017 seine inzwischen im Lindauer Kulturleben fest verankerte Serie zur Klassischen Moderne im Stadtmuseum Lindau fort, die bisher rund 350.000 Besucher zählen konnte. Wie bei den vergangenen Projekten (Picasso, Chagall, Miró, Matisse, Nolde) erlauben Leihgaben aus bedeutenden europäischen Privatsammlungen, Museen und Kunststiftungen einen breit gefächerten Blick auf das Werk eines Wegbereiters der Moderne. Besonders glücklich darf das Stadtmuseum sich schätzen, weil die Familie Klee selbst die Ausstellung mit hochkarätigen Leihgaben unterstützt.
Alexander Warmbrunn, Kulturamtsleiter der Stadt Lindau, freut sich, dass Prof. Dr. Roland Doschka bereits zum siebten Mal in Folge eine Ausstellung für Lindau kuratiert.

Geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr
Öffentliche Führungen sind täglich um 10.30 und 14 Uhr
www.kultur-lindau.de

Bis 3. September: Cartoons "Tierisches und Menschliches"

Eriskirch, Alte Schule: Peter Gaymann ist Cartoonist mit Leib und Seele, stets offen für den feinen Unterschied zwischen Witz uund Aberwitz. Er uns seine Hühner bilden seit vielen Jahren sein Huhnuniversum, in dem die Hühner mit menschlichen Problemen leben, auf der Suche nach dem Glück und einer gewissen Vorliebe für Italien, Wein und gutes Essen. Neben seinem BRIGITTE-Cartoons „Die Paar Probleme“ hat er bereits mehr als 75 Bücher veröffentlicht, darunter auch Wein- und Kochbücher. Aus der Vielzahl seiner Cartoons bringt Peter Gaymann für die Ausstellung Bücher aus folgenden Werken mit: „Typisch Badisch“, „Gaymanns Weinlese“, „Katzen“, „Italien, amore mio!“ und „Die Paar Probleme“.
www.kulturfreunde-eriskirch.de