21. bis 23. Juli: 17. Art Bodensee

Messe Dornbirn: Seit 2001 hat sich die Art Bodensee als Format für moderne und zeitgenössische Kunst etabliert und gilt als Treffpunkt für Kunstliebhaber, Sammler und Neueinsteiger. Mit 70 regionalen und internationalen Galerien ist sie so vielseitig wie nie zuvor. Im Vordergrund steht der entspannte Kunstgenuss und die Kunstvermittlung. „Die Art Bodensee ist ein Gegenentwurf zum gewohnten Messegeschehen“, erklärt Projektleiterin Isabella Marte. „Kunst abseits des Mainstreams wird persönlich und mit Muße vermittelt. Das begeistert Besucher wie Aussteller.“ Wachsende Besucherzahlen sowie das rege Interesse der Galerien betont dies.

2017 kommen 70 Galerien aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, England, Italien, Frankreich und Spanien nach Vorarlberg. Die gezeigten Werke stellen eine anspruchsvolle Auswahl an neuesten künstlerischen Positionen und zukünftigen Entwicklungen dar. Die Art Bodensee sieht sich selbst als Handelsplattform und „Entdeckermesse“, zu deren Publikum Kunstliebhaber genauso gehören wie kaufkräftige Sammler. Mit Führungen, Workshops und Gesprächen, gibt es ein breites Kunstvermittlungsangebot, das einlädt Kunst in den architektonisch ansprechenden Hallen zu entdecken. Geplant wurden die Messe- und Veranstaltungshallen von den Stararchitekten Marte.Marte. Die diesjährige Sonderschau „In Search of the Unexpected“ ist eine Re-Inszenierung jener Ausstellung, die vergangenes Jahr bei der Architektur-Biennale in Venedig gezeigt wurde.
Ein weiteres Highlight im diesjährigen Art Bodensee Programm ist der „Tower of Madness“ der beiden Künstler Roland Adlassnig und Paul Renner. Ein Projekt, das sowohl Installation, Skulptur als auch Event in einem ist. Hundert Personen können am 22. Juli an dem dazugehörigen Event „Spontane Vergärung“ teilnehmen.
Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 19 Uhr
www.artbodensee.info

Bis 6. August: „Edgar Wachter - Retrospektive“

Kunsthaus Summerau, Neukirch bei Tettnang: Ein Leben für die Kunst – so könnte man diese Ausstellung auch betiteln. Edgar Wachter – geboren 1925 in der tiefsten oberschwäbischen Provinz beginnt sein Arbeitsleben ganz im Sinne der Zeit – mit einer Steinmetzlehre. Dann wird er durch eine schwere Kriegsverletzung, welche zu einer Lähmung der linken Hand führte, aus der vorgezeichneten Bahn geworfen. Völlig untypisch für die Zeit unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg, beginnt er ausgerechnet Bildhauerei in München und Malerei in Berlin zu studieren.

Edgar Wachter schafft in den folgenden Jahren ein umfangreiches Oeuvre an Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen, die regelmäßig an den Jahresausstellungen im Haus der Kunst in München zu sehen sind. Es ist möglich geworden, einen großen Teil des künstlerischen Vermächtnisses von Edgar Wachter in dieser Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unterstützt wird das Kunsthaus Summerau hierbei durch die Kunsthistorikerin Babette Caesar, MA, welche mit ihrer kunsthistorischen Einordnung des Werkes die künstlerische Wirksamkeit und Botschaft von Edgar Wachter im Vergleich zu seinen Zeitgenossen und künstlerischen Strömungen der Zeit von 1955 bis zu seinem Tode 2009 darstellt. So hat sich die Ausstellung im Kunsthaus Summerau zum Ziel gesetzt, Leben und Werk Edgar Wachters eine erste und verdiente Würdigung zu geben. wwww.summerau.eu.

Bis 8. September: Captain Kirk, Mr. Spock & Co. verlängern Ihren Aufenthalt

Science & Fiction – 50 Jahre Raumschiff Enterprise“ im Dornier Museum bis 8. September 2017 verlängert Einmal auf der Kommandobrücke der Enterprise Platz nehmen? Bitte sehr: Captain Kirk, Mr. Spock und Co.verlängern ihren Aufenthalt im Dornier Museum ehe sie wieder in den Weiten des Weltalls auf Reisen gehen.

Nachdem der Zuspruch der Ausstellungsbesucher und die Anzahl der Gäste auch nach 7 Monaten unverändert gut sind, entschieden sich die Ausstellungsmacher das Star Trek-Jubiläumsjahr, welches offiziell am 8. September endet, komplett zu machen. Mit der Verlängerung der exklusiven Ausstellung mit Original-Requisiten aus den Star Trek-Filmsets, dem Nachbau der Enterprise-Kommandobrücke, verschiedenen Großexponaten und Beispielen, wie aus Fiction Wirklichkeit wird, haben nun auch Bodensee-Urlauber bis Ende der Sommerferien die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.
Mit „Virtual Reality“ wird Beamen möglich Scotty, bitte beamen! In der Ausstellung wird das Beamen mittels neuester VR-Technik möglich. Auf der nachgebauten Enterprise-Kommandobrücke begeben sich die Besucher auf eine abenteuerliche Reise in die Weiten des Weltalls und zur Internationalen Raumstation ISS. Hierzu hat das Museum eine Virtual-Reality-Station mit einer eigens für die Ausstellung programmierten Welt installieren lassen.
Ferienprogramm in den Pfingstferien
In den Pfingstferien dürfen sich Kinder, Familien und natürlich Trekkies auf ein buntes Programm freuen. Neben Rundflügen im Flugsimulator, Familienführungen und fast täglich öffentlichen Star Trek-Führungen stehen auch verschiedene Mal-, Bastel- und Modellbauangeboteauf dem Programm. Daneben gibt es wieder spannende Workshops in der museumseigenen Experimentierwerkstatt DO.labor. Das gesamte Ferienprogramm gibt´s unter www.dorniermuseum.de zu entdecken. Creditline: TM & © 2016 CBS Studios Inc. STAR TREK and related marks are trademarks of CBS Studios Inc. All Rights Reserved

9. Juli bis 6. August: Vielleicht ein Fahrtenbuch

Leutkirch, Galerie im Torhaus: Die Tübinger Künstlerin Annette Janle ist im März 2016 im Alter von 56 Jahren gestorben. Ihr und ihrem malerischen und zeichnerischen Werk widmet der Galeriekreis Leutkirch seine Sommerausstellung. Annette Janle sah im Werden eines Bildes einen eigenständigen, komplexen Organismus. Lebendig und pulsierend, der darauf wartet, dass neue Reize ausgelöst werden.

In ihren Werken trifft Gegensätzliches aufeinander: Sprödes und Karges auf intuitives Leuchten. Streng gerasterte Flächen auf wuchernde, surreal anmutende Formen. Abstraktes auf Gegenständliches. Feine zarte Linien auf dicke, schnell hingeworfene Pinselstriche. Einführende Worte bei der Vernissage spricht Clemens Ottnad (M.A.), Geschäftsführer des Künstlerbundes Baden-Württemberg. Die musikalische Umrahmung kommt von Andrea Osti auf dem Fagott.
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr
Vernissage: Sonntag, 9. Juli um 11.15 Uhr

Bis 27. August: Zwischen Himmel und Erde.Bilderwelten von Paul Klee

Stadtmuseum Lindau: Im April öffnete das Lindauer Stadtmuseum im „Cavazzen“ wieder seine Pforten für eine Sonderausstellung zur Klassischen Moderne. Noch bis Ende August wird mit „Paul Klee“ ein besonders vielseitiger Künstler präsentiert, der als Maler, Zeichner und Grafiker ein äußerst facettenreiches Werk hinterließ und unbestritten zu den bedeutendsten Avantgardisten des 20. Jahrhunderts zählt.

Paul Klee – Ein Hauptvertreter der Künstleravantgarde des 20. Jahrhunderts
Das Lindauer Stadtmuseum lädt zur Besichtigung der Bilderwelten von Paul Klee (1879 – 1940) ein. Der in der Schweiz geborene Künstler ging als Malerpoet mit einer unverwechselbaren Bildsprache in die Kunstgeschichte der Klassischen Moderne ein. Das überaus facettenreiche Werk dieses feinsinnigen, musikalisch hochbegabten und als Bauhauslehrer und Akademieprofessor erfolgreichen Künstlers offenbart eine überbordende motivische und thematische Fülle, vielstimmige Farbkompositionen sowie eine große Experimentierfreude.
Als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Kunst hinterließ Paul Klee ein enorm vielseitiges Spektrum von rund 9.500 Werken. Dabei war Klee kein exzentrisches Künstlergenie sondern ein philosophisch und mit ironischer Distanz auf die Welt blickender Charakter. Seinen Nachruhm und den wirtschaftlichen Erfolg plante er jedoch mit Kalkül, denn er schuf sein Œuvre im vollen Bewusstsein seiner Mitwirkung an einer unumkehrbaren künstlerischen Avantgarde.

Licht und Schatten: Die Weltkriege - Reisen in den Orient–Musik und Theater
Mit einer Ausstellung von Kunstwerken aus verschiedenen Schaffens- und Lebensphasen Paul Klees sollen zentrale Aspekte des Gesamtwerks dieses universal gebildeten Künstlers vermittelt werden: So werden die Kunst der Zeichnung, der virtuose Umgang mit der Farbe, die häufig mit einem ironischen Augenzwinkern dargebotene Themen- und Formenvielfalt seiner phantasievollen Bildschöpfungen ebenso beleuchtet wie das charakteristische zeichenhafte Vokabular seiner Bilderwelten.
Zur Anschauung kommen Bilder, welche die auch historisch bedingten starken Gegensätze im Leben Klees veranschaulichen: Gezeigt werden unter anderem Bilder aus der Zeit seines Militärdienstes im Ersten Weltkrieg, aber auch Arbeiten, welche seine lichtvollen und sein Werk stark prägenden Reisen nach Tunis und Ägypten thematisieren. Zeitlebens war für Paul Klee seine Leidenschaft für die Welt der Musik und des Theaters von größter Bedeutung. Auch diesen Aspekt kann die Schau mit mehreren Exponaten beleuchten. Illustriert wird schließlich das beeindruckende Spätwerk des Künstlers, der auf dem Höhepunkt seiner damaligen Karriere im Jahr 1933 dem nationalsozialistischen Druck weichen musste und von Deutschland zurück in die Schweiz nach Bern emigrierte, wo im Jahr 1935 die unheilbare und schmerzvoll verlaufende Krankheit Sklerodermie ausbrach. Trotz aller Einschränkungen blieb Paul Klee jedoch auch in seinen letzten Jahren humorvoll und unfassbar produktiv.
Sowohl die Vita Paul Klees als auch seine Bilder beinhalten Themen konstanter Aktualität, deren Aufbereitung im Rahmen der Lindauer Sonderausstellung neben dem unmittelbaren Kunsterlebnis auch Einsichten in die besondere Lebenskunst Paul Klees vor dem Hintergrund einer kaum vergangenen Zeitgeschichte gewähren.

Paul Klee in Lindau
Für eine Klee-Ausstellung in Lindau sprechen auch biografische Aspekte der Künstlervita: Häufig überquerte der in Deutschland arbeitende Paul Klee bei seinen Heimfahrten in die Schweiz den Bodensee, indem er am Lindauer Hafen ein Schiff nach Rorschach oder Romanshorn bestieg. Auch die Rückreisen fanden über Lindau statt. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl indirekter Bezüge, da befreundete Künstler und Kunstexperten in Kriegszeiten Zuflucht und Arbeitsstätte in Orten am Bodensee fanden. Daher werden in der Ausstellung erstmals die überraschend vielfältigen Verbindungen Paul Klees zu Lindau und zum Bodensee thematisiert. Diese regionalgeschichtlich höchst interessante Komponente wird im begleitenden Ausstellungskatalog ausführlich in einem eigenen Beitrag behandelt, der auch bislang unpubliziertes Quellenmaterial aus dem Klee-Nachlassarchiv beinhaltet.

Der Kurator
Mit der geplanten Schau setzt der Kurator Prof. Dr. Roland Doschka im Jahr 2017 seine inzwischen im Lindauer Kulturleben fest verankerte Serie zur Klassischen Moderne im Stadtmuseum Lindau fort, die bisher rund 350.000 Besucher zählen konnte. Wie bei den vergangenen Projekten (Picasso, Chagall, Miró, Matisse, Nolde) erlauben Leihgaben aus bedeutenden europäischen Privatsammlungen, Museen und Kunststiftungen einen breit gefächerten Blick auf das Werk eines Wegbereiters der Moderne. Besonders glücklich darf das Stadtmuseum sich schätzen, weil die Familie Klee selbst die Ausstellung mit hochkarätigen Leihgaben unterstützt.
Alexander Warmbrunn, Kulturamtsleiter der Stadt Lindau, freut sich, dass Prof. Dr. Roland Doschka bereits zum siebten Mal in Folge eine Ausstellung für Lindau kuratiert.

Geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr
Öffentliche Führungen sind täglich um 10.30 und 14 Uhr
www.kultur-lindau.de