Theater und Natur in Scheidegg

„Jedermann“ Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes

Am 13. und 14. August, Freilichtbühne am Pfarrplatz: Die bayerische Theatergruppe „Jedermann Spielleut“ unter der Regie ihres Gründers Karl-Arthur Reinshagen, den „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hofmannsthal in St. Wendel aufführen. Bei schlechter Witterung findet das Theater im Kurhaus statt.

Karl-Arthur Reinshagen will dem Publikum eine Geschichte erzählen, „frei von dem ganzen Salzburg-Spektakel“. So können sich die Zuschauer umso mehr auf Text und Spiel konzentrieren. Reinshagen ist fest davon überzeugt: „Wenn wir, die Künstler, gut sind, dann gehen die Menschen anders aus der Vorstellung heraus, als sie hineingekommen sind.“ Und diesen Anspruch hat er an sich und seine Truppe. Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel wurde 1911 in Berlin uraufgeführt, 1920 hatte es in Salzburg Premiere und gehört dort seitdem zu den Höhepunkten der Festspiele. Das Stück spielt im 15. Jahrhundert und handelt vom reichen Herrn Jedermann, der im Angesicht des Todes sein ausschweifendes gottesfernes Leben bereut. Er tut Buße, und ihm wird daraufhin Gottes Gnade zuteil. Die freie Theatergruppe JedermannSpielleut besteht aus Kleindarstellern und Schauspielern, teilweise bekannt aus Funk und Fernsehen. Weitere Informationen und Kartenvorverkauf: Scheidegg-Tourismus, Tel. 08381 89422-33

Ab ins Naturparadies Scheidegg

Der Markt Scheidegg ist Partnerstandort bei der diesjährigen Gartenschau Lindau. Der Blick reicht hier weit über Lindaus „grünen Gartenstrand“ hinaus. Hier können Besucher eines der bayerischen

Geotope als Zeugnis der Erdgeschichte erleben.

Die Besucher tauchen ein in eine wildromantische Flusslandschaft. Tosend stürzen die beiden nah beieinander liegenden Wasserfälle des Rickenbachs über zwei Stufen 18 und 22 Meter in die Tiefe. 200 Stufen führen hinunter. Beim Abstieg öffnet sich der Blick in die Schlucht. Neu angelegte Themenwege führen durch dieses Naturschauspiel. Für die kleinsten Besucher gibt es einen Märchenweg, während der Erlebnispfad in die spezifische Geologie des Naturschutzgebiets einführt, das vielen seltenen Pflanzen und Tieren, darunter auch acht verschiedenen Spechtarten, ein Zuhause bietet. Abenteuerlich gestaltet sind die Forscherhütte zum Experimentieren sowie mehrere Erlebnisstationen, die verschiedenste Einblicke in die Entstehungsgeschichte dieser Bergwelt bietet, die sich während der Alpenauffaltung vor zig Jahrtausenden im Neogen bildete. Täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Einlass: 18 Uhr