Sammelfieber in der inatura Dornbirn

Als zentrale Dokumentationsstelle der Natur Vorarlbergs trägt die inatura eine besondere Verantwortung. Über 150.000 Sammlungsbelege und rund 1,2 Millionen Datensätze befinden sich aktuell in den naturwissenschaftlichen Sammlungen und in der Datenbank der inatura – Tendenz steigend! Damit die Sammlungen erhalten bleiben, arbeitet die Forschungsabteilung auch in diesen Zeiten kontinuierlich weiter.

Biodiversitätsverlust, Klimakrise, Globalisierung – all das sind Veränderungen, denen die heutige Gesellschaft gegenübersteht. Jenseits von Panikmache und Verharmlosung versuchen Wissenschaftler fundierte und sachliche Aussagen zu diesen Herausforderungen zu treffen. Dazu brauchen sie Daten und Fakten. Als Informationsquelle spielen dabei die naturwissenschaftlichen Sammlungen und die Verbreitungsdatenbank der inatura eine gewichtige Rolle. Mehr als 1 Million Datensätze und rund 150.000 Objekte aus der Natur Vorarlbergs stehen den Wissenschaftlern zur Verfügung. 

Für hochmoderne Forschungsmethoden wie das DNA-Barcoding sind zoologische und botanische Sammlungen wahre Schatzkisten. Diese Methode aus der Genetik wird dazu verwendet, eine Tier- oder Pflanzenart eindeutig über ihr genetisches Erbgut zu definieren. Wo früher noch genauestens mit Worten und Zeichnungen beschrieben wurde, wird jetzt die gewonnene Erbinformation in riesigen internationalen Datenbanken abgespeichert. 

Was manche als Hobby betreiben, ist eine der Kernaufgaben der inatura. Denn gemäß dem und zu bewahren. „Das Sammeln und Bewahren steckt also in der Genetik eines jeden Naturkundlichen Hauses,“ fasst Anette Herburger, Leiterin der Abteilung Forschung an der inatura zusammen.