Klimawissen frisch serviert – Sonderausstellung

13. November, inatura Dornbirn

Die neue Sonderausstellung thematisiert Prinzip, Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung und zeigt mögliche Handlungsoptionen für die Zukunft auf. Für das Verständnis braucht es Erkenntnisse aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie etwa der Physik, der Chemie, der Biologie, aber auch der Geologie, Geografie und nicht zuletzt der Geschichte. Wir versuchen, die wesentlichen Erkenntnisse so zu vernetzen, dass die vermeintlich »anspruchsvolle Kost« mit Hilfe von Experimenten und interaktiven Stationen »leicht verdaulich« wird. 

Eine ideale Gelegenheit für Interessierte, einen kurzen und knackigen Überblick zu erhalten. Schon vor 10 Jahren haben wir uns diesem Thema mit einer Ausstellung bei uns im Haus eingehend gewidmet. Seither haben wir unzählige Workshops rund um die Erderwärmung durchgeführt und dabei gelernt, wo es beim Verständnis hakt. Aus diesen Erfahrungen haben wir mit fachlicher Unterstützung von Experten des Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven eine Bildungsmappe zum Thema erstellt, die wir seit 2018 den Schulen zur Verfügung stellen (www.klimaseite.at). Es ist nicht jedermanns Aufgabe, sich tagtäglich mit der Thematik auseinanderzusetzen, aber es ist Aufgabe der Naturwissenschaften, Probleme als solche zu erkennen, die Ursachen zu erforschen und Lösungswege zu suchen. Unsere Aufgabe als naturwissenschaftliche Bildungseinrichtung ist es, entsprechende Zusammenhänge zu »übersetzen « und für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Wissen um die Zusammenhänge macht die Situation nicht besser, es fördert aber das Verständnis für die Notwendigkeit von Maßnahmen. Das ist beileibe kein leichtes, feines Thema für ein Museum, aber eben ein wichtiges. Eine Umfrage unter Erwachsenen bezüglich deren Wissen rund um den Klimawandel, die im Frühjahr 2020 im »Journal of Environmental Psychology« publiziert wurde, zeigte für die Studienautoren Annina Thaller und Thomas Brudermann von der Universität Graz ernüchternde Defizite hinsichtlich der Kenntnisse rund um die Problematik. Laut Studie halten etwa 60 % der 500 erwachsenen Befragten das Ozonloch für die Hauptursache der Erderwärmung und 84 % der Teilnehmer war nicht klar, dass Wasserdampf ein Treibhausgas ist. Die Grazer Forscher forderten aufgrund ihrer Ergebnisse eine auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnittene Informationsarbeit. 

inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn
Jahngasse 9, 6850 Dornbirn, 05572 23235-0, naturschau@inatura.at

www.inatura.at

Geöffnet täglich 10 bis 18 Uhr