Andreas Knitz: „Tresor“

bis 30. Juli in der Kreissparkasse Ravensburg: Retrospektivische Raumcollage: Was ist uns was wert? Wenn der Wert einer Sache in Geldwert ausgedrückt werden kann, wo und wie können dann Grundwerte, kulturelle Wertschöpfung, der Wert von Erinnerung und Werte wie Glück und Teilhabe dargestellt werden?

Welchen Preis oder Mehrwert haben immaterielle Dinge? Unsere guten oder schlimmen Erinnerungen? Gibt es einen Aufbewahrungsort dafür? Einen Tresor gar, für die immateriellen Werte, die nicht Geldwert sind und die uns dennoch wertvoll sind? In einer retrospektivischen Raumcollage spannt der in Berg (Kreis Ravensburg) lebende Künstler Andreas Knitz einen großen biografischen Bogen von der Ausbildung zum Möbelschreiner, zum Restaurator, über das Architekturstudium, seiner Tätigkeit als freier Architekt hin zur freien Kunst. Seit 1994 arbeitet er überwiegend zusammen mit dem Bildhauer Horst Hoheisel im Künstlerduo Hoheisel & Knitz.

Ob als Ergebnis aus künstlerischen Wettbewerben oder als Direktbeauftragungen, sind so international zahlreiche Arbeiten entstanden, die zu bedeutenden Werken der Erinnerungskultur geworden sind. Als so genannte Counter-Monuments (Gegendenkmale) oder „unfertige Denkmale“ (Aleida Assmann) gelten die ausgeführten Werke kunsthistorisch als maßgebliche künstlerische Beiträge zur kollektiven Erinnerung. Die Kunst ist dabei Vermittler und Sprache, sowie Zugang zu schwierigen, verdrängten und meist tabuisierten Ereignissen.

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