bis 3. Mai: Wald. Wolf. Wildnis.

Die Rückkehr des Wolfs in unsere Wälder ist aktuell in aller Munde und lässt so manchen erschaudern. Laut einem Bericht des Bundesamtes für Naturschutz sollen aktuell mehr als 100 Rudel in Deutschland leben. Eigentlich ist das ein positives Zeichen eines sich erholenden Ökosystems. Doch die Vorstellungen von der blutrünstigen und hinterlistigen Bestie scheinen tief in uns verwurzelt.

 

Wie kaum ein anderes Tier ist der Wolf Sinnbild für das Wilde, das nicht domestiziert und damit unberechenbar und gefährlich ist. Gleichzeitig dienen Darstellungen des freiheitsliebenden Tieres als Projektionsfläche für eine Sehnsucht nach der Rückkehr zu einem natürlichen Urzustand, in dem sich unberührte Wildnis und menschliche Zivilisation gleichwertig gegenüberstehen.
Das ambivalente Bild, das unsere Vorstellungen vom Wolf und der Wildnis prägt, ist Anlass für die Ausstellung im Museum Villa Rot. Initiiert von der Malerin Gisela Krohn möchte die Schau einen positiven Blick auf das Mensch-Tier-Verhältnis werfen.
Hierzu stellten die Kuratoren rund 100 Werke von 22 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern, Designerinnen und Spieleentwickler zusammen, welche die verschiedenen Aspekte
des Themas aufzeigen. Darunter finden sich fantastische Gemälde der Natur des kirgisischen Künstlers Nashun Nashunbatu, geheimnisvolle Fotografien von Stephan Reusse, ein filmischer Beitrag von Jonas Brinker, Wölfe aus Staub der Pariser Metro von Lionel Sabatté, Halsketten aus Wolfszähnen von Babette Boucher oder farbenreiche Wolfsgemälde von Isabelle Dutoit.
Das Museum ergänzt die Schau mit einem umfangreichen Begleitprogramm. Ein Highlight hierbei sind die „Wolfstage“, am 14. und 15. März, die mit Vorträgen von Dr. Charlotte Kämpf und Gudrun Pflüger, Kinderworkshops und Führungen zusätzliche Impulse liefern.

Mit Werken von
Shaarbek Amankul / Alexandra Bart / Babette Boucher / Jonas Brinker / Mark Dion / Isabelle Dutoit / Tanja Fender / Jana Francke / Malgosia Jankowska / Astrid Köhler / Gisela Krohn / Moritz Krohn / Werner Liebmann / Jarek Lustych / Irmela Maier / Nashun Nashunbatu / Barbara Quandt / Miriam Vlaming / Stephan Reusse / Lionel Sabatté / Igor Sacharow-Ross / Kiki Smith