bis 20. September: Wald. Wolf. Wildnis.

Villa Rot: Mit der Rückkehr des Wolfs in die deutschen Wälder entbrannte auch die Diskussion darüber, wie wir ihm begegnen. Gleichzeitig lässt die Auseinandersetzung mit dem wilden Tier nach unserem Verhältnis zur Natur und der Wildnis fragen.


Das Museum Villa Rot greift diese Themen in einer Sonderschau auf, bei der der Wolf im Zentrum steht. Schließlich ist er Sinnbild für das Wilde, das nicht domestiziert werden kann und damit für den Menschen unberechenbar ist. Nur ungern würde man einem Wolf im Wald begegnen, gleichzeitig ist das Bild des heulenden Wolfs ein beliebtes Werbemotiv und Metapher für einen natürlichen Urzustand. Gleich das erste Werk der Ausstellung thematisiert dieses ambivalente Verhältnis. Jonas Brinker zeigt in einem Video eine dressierte Filmwölfin, die bestimmten Kommandos gehorcht und Posen mimt, die unserem Ideal eines wilden Wolfs entsprechen. Schmuck aus Wolfszähnen, friedliche Wölfe auf Gemälden, Wölfe aus Draht und Müll, aus Staub, Porzellan, gezeichnet, gemalt und animiert. Die Werke der Ausstellung sind so vielfältig wie unser Blick auf die Natur und das Wilde in und um uns.
Mit Arbeiten von:
Shaarbek Amankul / Alexandra Bart / Babette Boucher / Jonas Brinker / Mark Dion / Isabelle Dutoit / Tanja Fender / Jana Francke / Malgosia Jankowska / Astrid Köhler / Gisela Krohn / Moritz Krohn / Werner Liebmann / Jarek Lustych / Irmela Maier / Nashun Nashunbatu / Barbara Quandt / Miriam Vlaming / Stephan Reusse / Lionel Sabatté / Igor Sacharow-Ross / Kiki Smith