Bis 18. August: Die Bregenzer FestspieleSommerprogramm

Bekannte Melodien, selten gespielte Werke, packende Liebesgeschichten; mehr als 80 Veranstaltungen stehen diesen Sommer auf dem Spielplan der Bregenzer Festspiele. Darunter findet sich auch eine ganz besondere Premiere:

73 Jahre nach Festivalgründung erklingt erstmals die bekannte Arie „La donna è mobile“ auf der Bregenzer Seebühne. Das Sommerfestival am Bodensee präsentiert Giuseppe Verdis Rigoletto als Spiel auf dem See.

Riesen-Clown im Bodensee
Bunt, zirkushaft und karnevalesk ist die Welt, die der Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl für Rigoletto auf der Seebühne inszeniert. Ein riesenhafter Clown ragt dort aus dem Wasser. Zu sehen sind nur sein weiß geschminkter Kopf und die beiden Hände, der Rest des Körpers scheint unter der Wasseroberfläche zu verschwinden. Mit dem nostalgisch anmutenden Heliumballon, den er in seiner Hand hält, und der bereits verwittert wirkenden Bemalung scheint er schon seit Jahrzehnten auf seinen Auftritt zu warten – und darauf, zu zeigen, was er alles kann. Denn der Clown ist längst keine gewöhnliche Bühne, sondern ein technisches Meisterwerk, das die Bühnencrew der Bregenzer Festspiele zum Leben zu erwecken weiß. Ein wenig muss der Clown noch warten. Am Abend des 17. Juli 2019, wenn die Sonne am Horizont des Sees versinkt und die Lichter des gegenüberliegenden Seeufers erglühen, wird er gemeinsam mit Sängerinnen und Sängern, Stuntleuten, Tänzerinnen, Tänzern und Artisten vor 7.000 Besucher seine feierliche Premiere erleben.

Spanische und Russische Geschichten am Kornmarkt
Während der Hofnarr Rigoletto auf der Seebühne im Mittelpunkt des Geschehens steht, erobert ein Anderer gleich mehrere Produktionen des heurigen Festspielsommers: Don Quijote, der „Ritter von der traurigen Gestalt“ kommt als Titelfigur von Jules Massenets selten gespielter Oper auf die Bühne des Festspielhauses, im Theater am Kornmarkt sind der verarmte Junker aus La Mancha und sein Knappe Sancho Panza in einem Schauspiel mit Wolfram Koch und Ulrich Matthes zu erleben.

Ebenfalls im Theater am Kornmarkt zeigt sich das Sommerfestival an vier August-Abenden ganz gefühlvoll: Von der dramatischen Liebesgeschichte rund um den zynischen Dichter Eugen Onegin erzählt die gleichnamigen Oper von Peter I. Tschaikowski. Die jungen Sängerinnen und Sänger des Opernstudios stellen sich den Herausforderungen dieses anspruchsvollen Werks voller Leidenschaft, Sehnsucht und widerstreitenden Emotionen.