Ausgehtipps des Monats

15. und 16. September: Umsonst & Draußen-Festival

Weingarten: Das U&D Festival in Weingarten lockt FestivalgängerInnen aller Altersgruppen zum alten Hofgut in Nessenreben. Idyllisch gelegen an einem Waldrand, und dennoch sehr gut von Weingarten zu erreichen, veranstaltet das 10 köpfige, ehrenamtliche Team von U&D Weingarten e.V. und viele freiwillige Helferinnen und Helfer jährlich ein kleines Festival mit viel Charme. Bis zu 4.000 Besucher, aufgeteilt auf zwei Tage, genießen dann gute Musik in schöner Kulisse bei dem für jeden etwas dabei sein soll - und das alles ohne Eintritt zu verlangen.

Am Freitag, dem ersten Festivalabend, locken ab 17 Uhr traditionell härtere Klänge, in Form von diversen Punk und Rock-Bands, wie bspw. „Lombego Surfers“ vor die Bühne. Am darauffolgenden Samstag finden Familien von 12 Uhr bis 19 Uhr ein buntes Programm für Groß und Klein mit Spielmobil auf der grünen Wiese, Straßenkünstlern und vielen Mitmachaktionen. Das vielfältige Musikprogramm startet ab 13 Uhr. Los geht es mit Singersongwritern, gefolgt von Bands aus den Genres Pop, Ska und Reggae. Besonders freuen darf man sich auf den diesjährigen Doppel-Headliner NH3 (Ska/Italien) und Die Ohrbooten (Reggae/Berlin).
Zusätzlich gibt es wieder ein DJ-Zelt mit hochkarätiger Besetzung. Freitags mit feinstem HipHop der „Extra-Large-Sound-Jam“ und Samstag mit elektronischer Musik beim „Stamina-Takeover“.
Parkplätze am Freibad Nessenreben, stündlicher Bus-Shuttle-Service. www.umsonstunddraussen.org

20. Oktober: Kraftklub

Kempten - bigBOX Allgäu: Das große K brennt: Mit „Keine Nacht für Niemand“ erschien im Juni das bislang vielseitigste Album der Band aus Karl-Marx Stadt. Damit aber nicht genug der Vorfreude: Kraftklub kündigen für den Herbst eine große Tour zum neuen Album an. Endlich wieder eine Kraftklub Tour. Augenringe bis zum Kinn, Aschfahle Haut, hunderttausend Kilometer: Keine Nacht für Niemand! Drei Wochen lang Ruhestören und Erdbeben auslösen.

Es geht zurück auf die Straße! Felix, Till, Karl, Steffen und Max wollen die neuen Songs endlich mit ihren Fans teilen und kündigen ihre große „Keine Nacht für Niemand“-Tour für diesen Herbst an. Zuvor war Kraftklub eine besondere Karriere gelungen: Wie fünf gute Freunde aus Chemnitz 2012 mit ihrem Debütalbum „Mit K“ die komplette Republik aufmischten, das gab einem den Glauben an die anarchische Kraft guter Pop-Erzählungen zurück. Seitdem haben Kraftklub ausverkaufte Tourneen und umjubelte Headliner-Shows auf Festivals gespielt. Ihre Musik wurde mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet. Tickets: www.krasserstoff.com

29. Oktober: Chippendales - Best Night Ever Tour 2017

Ravensburg, Oberschwabenhalle: Die Chippendales stehen seit über 30 Jahren für heiße Moves, coole Tunes und echte Hotties – kurzum für pure Unterhaltung mit Kreisch-Garantie! Die weltweite Nummer eins unter den Male-Revueshows wird den Ladies auch 2017 wieder den Kopf verdrehen und ihnen eine unvergessliche Nacht bescheren.

Gerade erst machen sie die Ladies mit ihrer diesjährigen Deutschlandtour süchtig, aber sie sind fair: Gleichzeitig kündigen die gut gebauten Eyecandies aus Las Vegas ihre neue Show für 2017 an! Mit im Gepäck haben sie ein Versprechen: Nichts Geringeres als die beste Nacht des Lebens: Best. Night. Ever. Kein Wunder, denn Qualität zahlt sich bekanntlich aus. Jedes Jahr überraschen die Tänzer der Show mit aufregenden neuen Choreografien, heißen Rhythmen und einer noch überzeugenderen Lichtshow. Die Tänzer sind wahre Alleskönner und neben der Tanzperformance können sich die Fans auch auf Livemusik und Livegesang freuen. Für die Chippendales ist Perfektion das Ziel und dafür arbeiten sie hart. Ihre ausverkauften Shows in Deutschland, Europa und auf der Welt geben ihnen Recht – schließlich handelt es sich bei den Chippendales um DAS Original, was oft kopiert und doch nie erreicht werden kann!
Das hinter den Chippendales vielmehr steckt als nur heiße Körper und sexy Spaß beweisen sie aktuell auf der Deutschlandtour: Sie tauschen ihr Markenzeichen, die berühmten schwarz-weißen „Collars and Cuffs“ (Kragen und Manschetten), gegen pinke Accessoires ein, um auf den „Brustkrebsmonat Oktober“ und auf die wichtige Bedeutung der Brustkrebs-Früherkennung aufmerksam zu machen. Zusätzlich wird es bei den Shows im Oktober Infomaterial von Pink Ribbon Deutschland geben.
Mehr Infos zu den Künstlern unter www.chippendales.com
Tickets ab € 52,08 unter www.liveinravensburg.de, an allen bekannten reservix Vorverkaufsstellen und unter 0751 / 82-888.

Bis 22. Oktober: Kraftquellen

Schluss Achberg bei Lindau: PATENSCHAFTEN ZWISCHEN HISTORISCHER SAKRALKUNST UND ZEITGENÖSSISCHEN POSITIONEN: Glück, Liebe und Hoffnung, aber auch Heimatverlust, Trauer und Tod sind menschliche Grunderfahrungen. Auch aus der Religion sind sie nicht wegzudenken. Glaube spielt, solange er sich mit ihnen befasst, nicht in einem fernen Jenseits, sondern bleibt irdisch und konkret. Auch Künstlerinnen und Künstler greifen diese existenziellen Themen auf, aktualisieren sie, bringen sie den Menschen nah. Wo die Religion aus uralten Bildern und Erzählungen Kraft schöpft, sind sie mit ihrer Arbeit stets gegenwartsnah, sind feinfühlige Seismographen der Gesellschaft in der sie leben und der sie einen Spiegel vorhalten.

In der Ausstellung „Kraftquellen“ entstehen im Zusammenspiel von Werken 16 zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler mit je einem von ihnen selbst gewählten sakralen Werk aus der Zeit vor 1800 neue Beziehungen und erweiterte Bedeutungen. Alte Kirchenkunst aus der Sammlung der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) wird so in einen ganz neuen Kontext gesetzt. Dabei hinterfragen die Künstler das Vorbild und beschäftigen sich mit seiner ursprünglichen Funktion. Wofür wurde das sakrale Werk erstellt? Welche Inhalte transportierte es über die Jahrhunderte und was kann es uns Menschen heute noch oder wieder sagen?
Die religiös-bildlichen Darstellungen aus der OEW-Sammlung stammen aus mehreren Jahrhunderten. Das älteste ist ein schlichtes romanisches Kreuz und die jüngsten Werke sind Bildnisse von Heiligen und biblische Szenen aus dem18. Jahrhundert. Sie wurden im Auftrag der Kirche geschaffen und dienten für die Gläubigen als Leit- und Vorbilder. Sie sollten in allen Situationen des menschlichen Daseins Hilfe leisten können. Jedes religiöse Objekt erfüllte eine besondere Funktion. Heute fristen viele solcher Werke ein Nischendasein, ruhen
oft in den Depots der Museen. Es war die Idee der Kuratorin Dr. Ilonka Czerny, einige dieser Werke nicht nur wiedereinmal in einer Ausstellung zusammenzuführen, sondern zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zu bitten, Patenschaften mit ihnen einzugehen.
Die Ausstellung macht deutlich, dass die Kraftquellen von damals an Faszination nichts eingebüßt haben und nach wie vor Sinn-Bilder sind. Die Ergebnisse sind verblüffend: Einige Künstler haben die einstigen biblischen Erzählungen und Lebensgeschichten der Heiligen in die Gegenwart umgesetzt. Die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten wird Pate für Zeichnungen, die in einem Berliner Flüchtlingsheimentstanden sind. Die Heiligen Drei Könige sind nun nicht mehr nur männlichen, sondern auch weiblichen Geschlechts. Doch welche „Gaben“ bringen sie uns heute? Andere Künstler materialisieren Beziehungsebenen und versuchen darzustellen, was kaum darstellbar ist. Auch hierin treffen sich historische und zeitgenössische Kunst: Das Unaussprechliche sichtbar machen.
Die Ausstellung „Kraftquellen“ steht in einer Reihe von Veranstaltungen, die von der Gesellschaft Oberschwaben im Reformationsgedenkjahr unterstützt werden. Vor 500 Jahren kritisierten die Reformatoren die Bilderverehrung. In der Gegenwart stellen sich dieselben Fragen: Welche(Vor)Bilder verehren wir? Was und wen beten wir an? Betreiben wir Gottes- oder Götzendienst? Sind Sünde und Gnade, Himmel und Hölle wirklich kein Thema mehr?
Impulse geben in der Ausstellung Sonja Alhäuser, Thom Barth, Matthias Beckmann, Daniel Bräg, Karolin Bräg, Christoph Brech, Jan Dietrich, Christoph Frick, Klaus Illi, Pietra Löbl, Susanna Taras, Laurenz Theinert, Wilm Weppelmann, Rolf Wicker, Iris Wöhr-Reinheimer und Jeanette Zippel.
Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog (978-3-944685-06-9). Das Begleitprogramm beinhaltet neben speziellen Themen- und Kuratorenführungen auch kindgerechte Veranstaltungen mit Kreativ-Workshops, die einen spielerischen Einstieg in die Welt der Kunst ermöglichen.

Adresse
Schloss Achberg
88147 Achberg
Tel.: +49 (0)751 85 9510
info@schloss-achberg.de
www.schloss-achberg.de

Eintritt
Erwachsene 6 €, ermäßigt 5 €, Familien 12 €
Schüler, Studenten, ALG II-Empfänger und Asylbewerber 3,50€
freier Eintritt für Kinder bis 10 Jahre und Grundschulklassen
Schulklassen weiterführender Schulen 2 € / Schüler

Öffnungszeiten
12. August – 22. Oktober 2017
Fr 14-18, Sa/So/Feiertage 10-18 Uhr

Führungen
Schlossführungen jeden ersten Samstag im Monat um 14.30 Uhr
Führungen durch die Ausstellungen an Sonn- und Feiertagen um 14.30 Uhr

Bitte unter den Abbildungen die Werkangaben und Bildrechte angeben:

Michael Zeynsler, Flucht nach Ägypten, um 1525–30

Matthias Beckmann, Kleiderkammer aus der Serie „Notunterkunft Lobeckstraße“, 2016
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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Hans und JakobStrüb, Kaspar und Melchior/Anbetung desKönigs Balthasar/Joseph, um 1510

Iris Wöhr-Reinheimer, Tribut an meineKöniginnen, 2017

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Joseph Stern, Hl. Leopold und Hl. Liborius, um 1764

Thom Barth, Kubus 3006060 Battery Ballet, 2014–2017
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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Johann Joseph Christian, Sitzender Engel, um 1760

Susanna Taras, Päonie I, 2006

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Laurenz Theinert, Pietà, um 1500/2017